Artikel-Schlagworte: „Konjunkturentwicklung“

Weniger Zwangsversteigerungen in 2009

Montag, 21. Dezember 2009

Finanzkrise hin oder her, im laufenden Jahr 2009 haben in Deutschland weniger verschuldete Bürger ihre Immobilie zwangsweise abgeben müssen als noch im vergangenen Jahr. Allerdings gibt es hierbei regional  sehr große Unterschiede. In Hamburg beispielsweise nahm die Zahl der Zwangsversteigerungen stark zu.

Um zwei Prozent auf 86.617 Immobilien sank die Zahl der Zwangsversteigerungen bezogen auf die registrierte Zahl der Zwangsversteigerungstermine bei den Amtsgerichten in Deutschland, ein weiterhin  hohes Level, jedoch sind spürbare Folgen der Finanzmarktkrise offenbar bislang ausgeblieben.

Die größte Zunahme bei den Zwangsversteigerungen gab es im Saarland, in Hessen, Sachsen-Anhalt, Bremen und Hamburg. Berlin entwickelte sich dank einer stark gestiegenen Immobilienmarktnachfrage gegen den Trend und die Zahl der Zwangsversteigerungen nahm um 16,6 Prozent ab. Ebenfalls weniger Zwangsversteigerungen gab es in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die wirtschaftliche Konjunkturentwicklung wird demnach zeigen ob die Zahl der Zwangsversteigerungen zu Beginn des neuen Jahrzehnts noch weiter zunehmen wird.

Gelassenheit ist Trumpf

Sonntag, 9. Dezember 2007

Wie sehen eigentlich die Banken das bevorstehende Börsenjahr 2008?

Nach ihrer Einschätzung wird die US-Wirtschaft im kommenden Jahr noch mal um Haaresbreite an einer Rezession vorbeikommen. Unterstützend dafür sollten sich die deutsche Konjunktur und die deutschen Aktienmärkte entwickeln. Die BayernLB sagt für den DAX einen Anstieg auf 8500 Punkte vorraus. Nach anfänglichen Unsicherheiten aufgrund der US-Hypotheken-Krise werde es noch zu höheren Kursschwankungen kommen. Bald würden diese jedoch zuende sein.

Sal. Oppenheim sieht den DAx in 2008 bei 8400 Punkten, nur 7900 Zähler prognostiziert die UniCredit. Als Gründe gibt sie den hohen Ölpreis an, der noch weiter steigen werde, sowie den abfallenden Boom bei Fusionen und Übernahmen. Auch das deutsche Wachstum schätzt UniCredit schwächer ein, bei etwa zwei Prozent. Der starke Euro und die nachlassende Stärke der Weltwirtschaft wird den Export schwächer werden lassen. In Bezug auf die deutsche Konsumkraft gehen die Meinungen von BayernLB und UniCredit weit auseinander. Während die Bayern einen erhöhten Konsum durch höhere Lohnabschlüsse vorhersagen, sehen das die UniCredit-Experten genau gegenteilig.

Ein großer Risikofaktor für die Weltwirtschaft 2008 wird laut UniCredit die US-Konjunktur sein, die die Belastungen der Immobilien- und Finanzkrise zu Schultern hat. Folgen für den privaten Konsum gibt es jedoch bislang noch nicht, zumal im US-Wahljahr auch mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Erziehungsbereich gerechnet wird.

DAX - Wann halten die 8000 Punkte?

Sonntag, 9. Dezember 2007

Wie sich die Bilder doch gleichen. Nicht nur im Jahr 2000 galt die 8000 DAX-Punktemarkte zunächst als unüberwindbare Hürde. Immer wenn die magische Schwelle überschritten wurde, kam es zu einem kleinen Einbruch und es galt wieder dieses ominöse Marke zu knacken. Derzeit wird von Experten ein dauerhaftes Halten der 8000-Linie für Dezemeber nciht mehr erwartet. Ursachen dafür gibt es mehrere. Viele Unternehmen und Konzerne stehen kurz vorm dem Jahresabschluss, also warum ausgerechnet jetzt noch unnnötiges Risiko? Und die Privatanleger? Die haben wohl aus dem Jahr 2000 ihre Lehren gezogen und sehen die große Acht  doch eher als Verkaufssignal.

Diese momentane Acherbahnfahrt wird also wohl erst im neuen Jahr ein Ende finden. 8151,57 Punkte gilt es dann zu schlagen, denn das ist der Höchstwert vom 13.07.2007 und fällt dieser, ist nach oben wieder alles möglich. Bis dahin läuft der Markt also schön seitwärts. Wichtigstes Unterstützungselement ist gegenwärtig die berühmte 200-Tage-Linie, die in letzter Zeit jedes mal bei Erreichen die Turbozündung nach oben ermöglichte. Momentan steht sie bei 7563 Punkten. Analyst Reinhard Hellmuth von der I.C.M. Investmentbank Berlin geht nicht davon aus, dass in diesem Monat dieser Wert noch mal nach unten durchbrochen wird.

Für den großen Einstieg ins Aktiengeschäft ist es nach einhelliger Expertenmeinung momentan zu spät. Was bringen Investitionen in einer Phase der Seitwärtsbewegung? Dann lieber schön Weihnachtsgeschenke kaufen und die letzten Tage im Jahr entspannen, bevor es 2008 wieder Kopf oder Zahl heißt, spätestens wenn die ersten Konjunktur- und Unternehmenszahlen bekannt werden und feststeht, ob die USA inklusive Hypothekenkrise in eine Rezession schlittert.