Artikel-Schlagworte: „Immobilien“

Weniger Zwangsversteigerungen in 2009

Montag, 21. Dezember 2009

Finanzkrise hin oder her, im laufenden Jahr 2009 haben in Deutschland weniger verschuldete Bürger ihre Immobilie zwangsweise abgeben müssen als noch im vergangenen Jahr. Allerdings gibt es hierbei regional  sehr große Unterschiede. In Hamburg beispielsweise nahm die Zahl der Zwangsversteigerungen stark zu.

Um zwei Prozent auf 86.617 Immobilien sank die Zahl der Zwangsversteigerungen bezogen auf die registrierte Zahl der Zwangsversteigerungstermine bei den Amtsgerichten in Deutschland, ein weiterhin  hohes Level, jedoch sind spürbare Folgen der Finanzmarktkrise offenbar bislang ausgeblieben.

Die größte Zunahme bei den Zwangsversteigerungen gab es im Saarland, in Hessen, Sachsen-Anhalt, Bremen und Hamburg. Berlin entwickelte sich dank einer stark gestiegenen Immobilienmarktnachfrage gegen den Trend und die Zahl der Zwangsversteigerungen nahm um 16,6 Prozent ab. Ebenfalls weniger Zwangsversteigerungen gab es in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die wirtschaftliche Konjunkturentwicklung wird demnach zeigen ob die Zahl der Zwangsversteigerungen zu Beginn des neuen Jahrzehnts noch weiter zunehmen wird.

Finanzen und Islam - verträgt sich das?

Samstag, 26. Juli 2008

Alkohol, Glücksspiele, jegliche Formen ausschweifenden Lebens, all diese Dinge sind im Islam verboten oder sind äußerst starker Kritik ausgesetzt. Dies ist auch in der islamischen Finanzbranche so. Es herrschen Zinsverbote und die Unzulässigkeit von Geldanlagen in Unternehmen der Tabak- oder Alkoholproduktion, Casinos oder auch Banken, die konventionell und eben nicht nach den Regeln des Korans arbeiten. Der Einstieg in die deutsche Finanzwelt steht nun bald bevor, Finanz-Insider schätzen das mögliche Volumen für islamische Finanzprodukte auf etwa 1,2 Mrd. Euro pro Jahr und glauben dass rund 15 Prozent von befragten Muslimen Interesse an koran-konformen Finanzprodukten zeigen. In einer Umfrage zeigten zwei Drittel Interesse an Baufinanzierungen und 40 Prozent an Versicherungen, Fonds oder Konsumentenkrediten.

Deutsche Banken werben oft mit dem Slogan “Meine Bank”, um ihr Unternehmen in unmittelbare Nähe zu ihren Kunden zu rücken. Unter dem Begriff “Bankamiz” tut dies auch die Deutsche Bank mit ihrer gleichnamigen Tochter, die sich an türkische Kunden wendet. Umso verwunderlicher ist, dass gerade sie keine islamkonformen Produkte anbietet, obwohl die Deutsche Bank und etliche andere Banken im Nahen Osten zu den Marktführern islamischer Finanzangebote zählen.

Wie geht nun beispielsweise der Wunsch eines Bankkunden nach einem neuen Auto in Erfüllung, ohne das entsprechende Kapital dafür aufbringen zu können?

Ganz einfach: Die Bank erwirbt für den Kunden das neue Kraftfahrzeug und der Kunde zahlt dann den um einen Aufschlag erhöhten Kaufpreis in Raten an die Bank zurück. So ist das erforderliche Zinsverbot gewährleistet und der Kunde kann sich trotzdem den Wunsch eines neuen Autos erfüllen. Für den Erwerb einer Immobilie wäre in Deutschland jedoch die erforderliche Grunderwerbssteuer gleich zweimal abzuführen, ein gegenwärtig wenig lukrative Alternative sich den Wunsch von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Es bleibt abzuwarten, wann der Gesetzesgeber die entsprechenden Voraussetzungen trifft, um der islamischen Klientel Finanzprodukte in Einklang mit ihrem Glauben anzubieten.

Abgeltungssteuer 2009 - gewusst wie

Montag, 18. Februar 2008

Ab 2009 wird für alle Kapitaleinkünfte wie Zinsen, Dividenden sowie Kursgewinne aus Fonds, Zertifikaten und Aktien eine einheitliche Steuer von 25 Prozent erhoben. Dazu kommen dann noch Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Doch wie kann man damit möglichst pfiffig umgehen?

Wertpapiere sollte man noch auf jeden Fall in diesem Jahr kaufen, denn die Gewinne bleiben nach der 12-monatigen Haltefrist auch über 2009 hinaus steuerfrei. Etwa 38 Prozent der Gedanleger planen mittlerweile neue Anlagen zu tätigen bzw. schon vorhandene Wertpapierdepots geschickt umzuschichten.

Ein Praxis-Rechen-Beispiel? 

Bei Anlage von 10.000 Euro in börsengehandelten Indexfonds erwirtschaftet man bei einer angenommenen Wertsteigerung von 8,0 Prozent jährlich nach 20 Jahren und Abzug aller Kosten 40.676 Euro. Anfang 2009 zum selben Kurs investiert, erzielt man 5756 Euro weniger. Nach 30 Jahren beträgt die Differenz sage und schreibe 13.622 Euro.

Welche Produkte sind  zur Vermeidung der Abgeltungssteuer geeignet?

Mometan werden sehr aggressiv sogenannte Dachfonds beworben, die ihrerseits wieder nur in Investmentsfonds investieren. Hierbei hat der eingesetzte Fondsmanager die Möglichkeit, die Dachfonds-Anteile je nach Kursentwicklung beliebig oft umzuschichten ohne von der Abgeltungssteuer berührt zu sein, genau dies gilt für einen Privatanleger der selbst in andere Fonds umschichtet nicht und bei Gewinnen wird dann die neue Steuer fällig. Von einem verstärktem Emporschiessen neuer Dachfonds ist in nächster Zeit in jedem Fall auszugehen, allerdings werden bei diesen Investments auch immer hohe Gebühren fällig und Erfahrungswerte für neu aufgelegte Fonds gibt es ja bekanntlich noch nicht, also lieber Vorsicht bei der Anlage!

Was ist von offenen Immobilienfonds im Ausland zu halten?

Umgehen können hiermit Anleger die Abgeltungssteuer, da die Erträge in der Regel bereits im Ausland besteuert werden und der Steuersäckel hier nicht erneut kassiert. Solche Fonds sollten jedoch allenfalls als Beimischung zum Depot gewählt werden, denn das Anlagerisiko ist häufig größer als bei anderen Produkten. Steuerfrei sind übrigens auch Gewinne aus dem Verkauf deutscher Immobilien, sofern diese mindestens zehn Jahre lang im Fonds gehalten wurden.

Gibt es noch andere steuerlich interessante Alternativen?

Steuerlich begünstigt sind ebenfalls Erträge aus privaten Rentenversicherungen, da sie vor Ablauf der Versicherung ohne Steuerabzug erneut angelegt werden können. Bei Vertragsablauf muss nur ein Teil der Erträge versteuert werden, solange die Versicherung mindestens 12 Jahre lang läuft und der Versicherte bei Vertragsfälligkeit mindestens 60 Jahre alt ist. Leider wird der steuerliche Vorteil bei den allermeisten Produkten durch die höheren Kosten wieder aufgefressen. Für fondsgebundene Rentenversicherungen gilt also, je höher der persönliche Steuersatz und je niedriger die zu versteuernde Ausschüttung sind, umso mehr sollte die direkte Besparung eines Fonds in Erwägung gezogen werden.

Deutsche Bank Anlegerwarnung wegen US-Krise

Donnerstag, 22. November 2007

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, rechnet aufgund der schweren US-Hypothekenkrise noch für mindestens zwei Jahre mit negativen Folgen.  In einem Interview mit dem Fernsehsender der Deutschen Welle, DW-TV, sieht er auch noch weitere Immobilienmärkte wie die Englands, Spaniens, Australiens und Teile Chinas in einer ähnlichen Situation wie den US-Immobilienmarkt.

Auch das US-Wachstum schätzt er als für beendet ein und prognostiziert sogar einen Abschwung. Als Belege führt er hierbei die Daten und das allgemeine wirtschaftliche Umfeld an.

Ein weiterer Auslöser für die Warnung der Deutschen Bank ist die Loslösung zahlreicher externer Investoren von Finanztiteln. Den Stein ins Rollen brachte die US-Großbank Citigroup mit ihrer Ankündigung weiterer Abschreibungen in Höhe von elf Milliarden Dollar und einer daraus resultierenden “Nachunten-Korrektur” ihres Quartalsergebnisses. Diese Kursverluste der Bankaktien dienten als Indikator um den DAX ins Minus wandern zu lassen. Laut Börsianern wird gegenwärtig nicht mehr zwischen den einzelnen Bankhäusern unterschieden, da alles was  einen Banknamen trägt negativ behaftet ist.