Artikel-Schlagworte: „Finanzkrise“

Weniger Zwangsversteigerungen in 2009

Montag, 21. Dezember 2009

Finanzkrise hin oder her, im laufenden Jahr 2009 haben in Deutschland weniger verschuldete Bürger ihre Immobilie zwangsweise abgeben müssen als noch im vergangenen Jahr. Allerdings gibt es hierbei regional  sehr große Unterschiede. In Hamburg beispielsweise nahm die Zahl der Zwangsversteigerungen stark zu.

Um zwei Prozent auf 86.617 Immobilien sank die Zahl der Zwangsversteigerungen bezogen auf die registrierte Zahl der Zwangsversteigerungstermine bei den Amtsgerichten in Deutschland, ein weiterhin  hohes Level, jedoch sind spürbare Folgen der Finanzmarktkrise offenbar bislang ausgeblieben.

Die größte Zunahme bei den Zwangsversteigerungen gab es im Saarland, in Hessen, Sachsen-Anhalt, Bremen und Hamburg. Berlin entwickelte sich dank einer stark gestiegenen Immobilienmarktnachfrage gegen den Trend und die Zahl der Zwangsversteigerungen nahm um 16,6 Prozent ab. Ebenfalls weniger Zwangsversteigerungen gab es in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die wirtschaftliche Konjunkturentwicklung wird demnach zeigen ob die Zahl der Zwangsversteigerungen zu Beginn des neuen Jahrzehnts noch weiter zunehmen wird.

DAX: 34 Prozent in zwei Monaten

Mittwoch, 13. Mai 2009

Auch heute Mittag liegt der DAX bei knapp 4.900 Punkten. Ganze 34 Prozent Kurszuwachs verzeichnete er nun schon seit Jahresbeginn und wer jetzt noch an der momentanen Kursrallye teilnehmen möchte, ist schon fast wieder zu spät dran.

Insgeheim gibt es momentan schon wieder etliche Marktteilnehmer, die darauf spekulieren, dass die gegenwärtige Finanzkrise schon viel früher passé sein könnte als allgemein angenommen. Belegt wird dies zum einen durch den amerikanischen Verbaucherindex, der leicht angestiegen ist, zum anderen aber auch durch die Indizes der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die das Einkaufsverhalten der deutschen Bundesbürger in der Zukunft analysiert und die erstmalig auch nicht weiter gesunken sind. Besonders institutionelle Geldanleger erhöhen momentan wird stark ihren Aktienanteil.

Aktienfanatiker sollten die jetzige Phase der Dividendenpapier-Weigerung durch die große Mehrheit der Anleger verstärkt nutzen. Allerdings lohnt sich auf jeden Fall auch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auch 2002 legte der DAX erst um satte 40 Prozent zu, ehe er im Jahr darauf seine Talfahrt bei nur noch 2.300 Punkten stoppte. Ein absolut typisches Kennzeichen für eine Bärenmarktrallye.

Die eigene Immobilie - wieder voll “Up to Date!”

Mittwoch, 6. Mai 2009

Lange Jahre dümpelte der Immobilienmarkt so vor sich hin. Außer im Hochpreis- oder Luxussegment in Großstädten oder an Orten mit Sonderstatus wie Sylt gab es kaum nennenswerte Bewegung. Doch nun erleben Immobilien durch die Finanzkrise und die damit verbundene Inflationsangst eine ungeahnte Renaissance. Dabei stehen nicht nur die selbstgenutzten Objekte sondern auch sogannte Zinshäuser wieder hoch im Kurs. Einige wichtige Merkmale sollten beim Finden der richtigen Immobilie jedoch besonders beachtet werden.

In verschiedenen Regionen finden Häuser aus den verschiedensten Baumaterialen Zuspruch. Wer nicht gerade in dem Zielgebiet, in dem er invstieren will, wohnt, sollte sich doch etliche Wochen wenn nicht gar Monate mit einer genauen Analyse seines Investitionsortes und der dazugehörigen Umgebung beschäftigen. Ein Haus im oberbayrischen Stil mit Holzbalkon findet im norddeutschen Tiefland mit Sicherheit weniger Käufer-Anklang als ein für Norddeutschland eher regiontypisches Rotklinkergebäude.

Auch die wirtschaftliche Struktur, eine eventuell am Zielort vorhandene Landflluchtbewegung und der aktuelle Grad von Gebäude-Leerständen spielen für den Investitionsstandort eine ebensowichtige Rolle. Daher ist es äußerst wichtig zu wissen, ob der jeweilis geforderte Kaufpreis für eine bestimmte Immobilie überhaupt gerechtfertigt ist. Die bisherige Faustformel 100/Kaufpreis in Jahresmieten = Jahresrendite ist heutzutage zur Preisermittlung nicht mehr ausreichend. Bei einer Summe von 20 Jahresmieten würde man so eine Bruttoanfangsrendite von fünf Prozent pro Jahr erhalten. Hinzukommen dann noch “weiche” Faktoren wie Lage, Baualtersklasse, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, der Zustand der Bausubstanz, die Energieeffizienz, mögliche Sanierungsarbeiten, die bisherige Nutzung generell und die bisherige Fluktuation. Bezüglich dessen erscheinen vier oder fünf Prozent als Jahresrendite nicht gerade viel.

Städte und ländliche Regionen haben generell ein völlig unterschiedliches Mietniveau. München liegt beim Quadratmeter Wohnfläche mit im Durchschnitt 9,70 Euro 90 Prozent über dem Niveau für Gesamtdeutschland. Zum Vergleich, Köln und Düsseldorf 7,50 Euro, Berlin nur 5,90 Euro. Daher spielt die Frage nach dem zukünftigen Entwicklungspotenzial eines Immobilienstandorts eine sehr gewichtige Rolle. Wie wichtig die Bevölkerungsentwicklung für das Potenzial der Wertsteigerung ist, erkennt man nur daran, ob generell an einem Standort Bedarf an Wohnungsneubauten besteht. Befindet man sich dann noch in einer wirtschaftlich erfolgreichen Region, kann auch ohne Bevölkerungswachstum das Mietpreisniveau steigen, da in diesem Fall ein noch höherer Anspruch an noch größere Flächen pro Einwohner besteht.

Piratenziele im Trend

Mittwoch, 29. April 2009

Vor etlichen Jahren galten Schiffsbeteiligungen als innovatives Geldanlageprodukt. Werbewirksam wurde den Anlage-Interessenten eine fast immerwährende ordentliche Rendite versprochen, doch seit dem Ausbruch der Finanzkrise und der darauf folgenden Wirtschaftskrise hatten Teilhaber von Schiffsbeteiligungen zuletzt nicht mehr viel zu lachen. Ausschlaggebend dafür waren exorbitant gestiegene Betriebskosten, plötzlich steigende Finanzierungskosten für neue Tanker und zuguterletzt auch noch starke Währungsschwankungen. Somit ergab sich auch für die Frachtraten ein kompletter Negativtrend.

Dies könnte sich nun spätestens ab 2010 wieder stark ändern, da dann nämlich nur noch Doppelhüllentanker auf den Weltmeeren Öl transportieren dürfen. Die noch fahrenden Einhüllen-Tanker haben bei Beschädigung das latente Risiko, dass sofort Öl ins Meer gelangt, sie werden dann in großer Anzahl abgewrackt bzw. total umgebaut werden, daraus ergibt sich logischerweis ein großes Sinken des gesamten weltweiten Öltanker-Angebotes. Experten rechnen mit bis zu einem Fünftel weniger Öl-Supertankern, der Preis für den Öltransport könnte sich somit im Laufe des nächsten Jahres sogar verdoppeln. Momentan fahren noch etwa 110 Einhüllen-Öltanker auf den Weltmeeren.

Anleger die im Gegensatz zum klassischen Schiffsfonds gerne etwas riskanter spekulieren, könnten ab 2010 mit sogenannten Fracht-Derivaten sehr gut bedient sein. Im Juli letzten Jahres mussten für eine Öl-Frachtrate rund 177.036 Dollar pro Tag gezahlt werden, vor genau 14 Tagen war genau die gleiche Fracht für gerade mal 7.173 Dollar am Tag zu haben. Schuld daran ist der extreme Verfall des Ölpreises um 65 Prozent seit Juli 2008. Reedereien fahren momentan sogar für die Route vom Nahen Osten nach Europa massive Verluste ein, sie zahlen teilweise sogar drauf, nur um schon bestehende Kundenbeziehungen nicht zu gefährden. Selbst Großreederein brauchen mindestens eine Tagesfrachtrate von 32.100 Dollar um überhaupt die Kosten zu decken.

Auch die Bestellung neuer Supertanker leidet aufgrund der Finanzkrise massiv. Durch den starken Anstieg der Finanzierungskosten könnten bis zum Jahre 2012 jährlich 20 Bestellungen für Supertanker verschoben werden, alleine 14 Bestellungen würden eventuell sogar storniert. Gebaut werden diese Transportriesen übrigens von Werften in Südkorea, China und Japan, die sich schon jetzt auf eine deutlich geringere Auftragsanzahl einstellen dürfen.

Hamburg gibt sich selbstbewusst

Dienstag, 17. März 2009

In der Hansestadt glaubt man auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise an sich. Rund 39 Prozent sind laut einer Umfrage gegenwärtig mit ihrer finanziellen Situation zufrieden. Bei der Bewältigung der momentanen Krise glaubt sogar fast die Hälfte der befragten Personen, dass ihre Stadt insgesamt besser reagieren werde, als etliche andere Wirtschaftsregionen in Deutschland. Die Hamburger Sparkasse beauftragte in einer Umfrage dazu das Forschungsinstitut Mindline und nur jeder zehnte Hamburger beurteilt die große Metropolregion an der Elbe schlechter als andere Regionen. Insgesamt wurden 800 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

Auch in Bezug auf ihre persönliche Situation scheinen die Hamburger insgesamt mit sich zufrieden zu sein. Als gut bis sehr gut schätzten 39 Prozent der Befragten ihre finanzielle Situation ein. Dies ist zwar im Vergleich zum Sommer letzten Jahres ein Rückgang um zehn Prozent, jedoch befindet man sich damit immer noch in der Situation der Jahre 2005 bis 2007, als die Wirtschaft mächtig boomte. 44 Prozent der Befragten bezeichnen ihre finanzielle Lage weder als gut noch als schlecht. Ihre Lage als schlecht bis sehr schlecht schätzen 16 Prozent der Hamburger ein, 2008 waren es gerade mal halb so viele. Allerdings, 2006 bzw. 2007 gab es sogar mehr finanziell unzufriedene Hamburger als momentan.

Und wie sieht es in Zukunft aus?

Nur noch 24 Prozent der Befragten erwarten in den kommenden zwei Jahren eine entscheidende Verbesserung ihrer fianziellen Verhältnisse. Etwa 22 Prozent rechnen sogar mit einer Verschlechterung. Eine gleichbleibende Entwicklung erwarten 51 Prozent. das liegt maßgeblich auch an den gegenwärtigen Stimmungsindikatoren, die besonders in Krisenzeiten eine besonders wichtige Rolle spielen. Jochen Intelmann, Chefvolkswirt der Haspa, sieht sogar die Möglichkeit, dass sich in naher Zukunft Erwartungen und tatsächliche Entwicklungen gegenseitig positiv beeinflussen und zieht insgesamt somit sogar ein leicht positives Fazit. Trotz massiver Einbrüche bei Export und Industrieproduktion gebe es beim privaten Konsum eine gewisse Stabilisierung, gestützt von rückläufigen Teuerungsraten sowie Steuererleichterungen.

Genau im Jahr 2003 gab es die absolut gleichen Werte wie in der jetzigen Umfrage, so die Meinungsforscher von Mindline. Der DAX war um insgesamt 5500 Punkte abgestürzt, doch in Erwartung eines Aufschwungs setzte dann die Trendwende ein, die vier Boomjahre lang anhalten sollte. Für Misstrauen sogar jedoch die auf den Weg gebrachten Konjunkturpakete, fast 75 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage machen sich Sorgen um die Staatsverschuldung und 64 Prozent befürchten einen starken Anstieg der Inflationsrate bis sogar hin zu einer neuen Währungsreform. Wie unschlüssig sich die Menschen derzeit über die Zukunftsaussichten sind, zeigt auch, dass sich fast ebenfalls 64 Prozent vorstellen können, dass sich die Wirtschaftslage weiter verschlechtern könnte. Jedoch nur jeder Dritte in Hamburg befürchtet, dass davon auch sein eigener Arbeitsplatz betroffen sein könnte.

Hopp(la)

Montag, 9. Februar 2009

Wer kannte schon vor einigen Jahren den derzeitigen Tabellenführer der Fussball-Bundesliga TSG 1899 Hoffenheim? Wohl kaum jemand…

Ohne SAP-Gründer Dietmar Hopp hätte es dieser Verein mit Sicherheit lange nicht in so kurzer Zeit so weit gebracht. Doch auch Milliardär Hopp hat durch die allgegenwärtige Finanzkrise viel Geld verloren und damit reiht er sich nahtlos in die Riege der Superreichen wie etwa Roman Abramowitsch ein, die natürlich auch keine Wundermittel haben, um sich komplett vom weltwirtschaftlichen Geschehen abzukoppeln bzw. die Gesetze des Finanz- und Geldkreislaufs außer Kraft zu setzen.

Auf etwa zwei Milliarden Euro beziffert Dietmar Hopp derzeit seine aktuellen Verluste, die durch den 40-prozentigen Wertverlust der SAP-Aktie entstanden sind. Doch behält er in diesen schwierigen Zeiten dennoch einen kühlen Kopf, da er partout nicht daran denkt, die Verluste mit dem Verkauf seiner zehnprozentigen SAP-Anteile zu realisieren. Überhaupt gibt es momentan sowieso nur die Möglichkeit, auf bessere Zeiten zu warten um somit verlorene Kapital-Werte wieder wettzumachen. Dies gilt ebenso für den “normalen” Kleinanleger, denn emotionale Handlungsweisen haben in der Vergangenheit an der Börse selten große Renditen gebracht.

Augen auf beim Goldeinkauf

Freitag, 6. Februar 2009

Wenn in der Krise gar nichts mehr Bestand hat, gibt es nur  noch eine Möglichkeit sein Geld anzulegen, in Gold. Gerade erzielte der Goldpreis für die letzten drei Monate einen neuen Höchststand. Für die Feinzunze (31,1 Gramm) wurden 724 Euro notiert, so viel wie noch nie in der Geschichte des Goldes. Allerdings gilt es auch beim Investment in Gold bestimmte Regeln zu beachten.

Gold ist die Gegenwährung zum US-Dollar, seit dieser im Wert zuletzt immer weiter fiel, erlebte Gold eine ungeahnte Renaissance. Förderlich für den Goldkurs ist natürlich auch die momentane weltweite Finanzkrise, da Anleger fast allen bisherigen Investment-Praktiken misstrauen und verstärkt Zuflucht in wahren Werten wie Gold suchen.

Im März vergangenen Jahres feierte der Goldkurs seinen absoluten Höchststand bei 1033 US-Dollar, Experten prognostizieren die Pulverisierung dieser Marke wohl schon in den nächsten Monaten. Getreu dem Motto “Gold-Adel verpflichtet”  sagt die österreichische Erste Bank sogar einen Goldkurs von 1600 US-Dollar vorraus. Doch was ist dem risikobewussten Geldanleger gegenwärtig zu raten, etwa wirklich alles Vermögen in Gold investieren?

Professionelle Vermögensverwalter empfehlen ihren Kunden Gold als Portfolio-Beimischung zu einem Anteil von fünf bis zehn Prozent. Dieser Anteil sollte auch währungsgesicherte Goldzertifikate beinhalten. Diese sind dennoch leicht handelbar, da sie mit physischem Gold hinterlegt sind. Doch Vorsicht, Zertifikate birgen immer das Risiko eines Totalverlustes, da sie von der finanziellen Situation der emittierenden Bank abhängig sind. Wer vor etwa zwei Jahren Zertifikate der US-Bank Lehman Brothers kaufte, weiß nur ein Lied davon zu singen… Auch der neuen Abgeltungssteuer unterliegen diese Goldzertifikate. Daher gibt es eine Vielzahl von Anlegern, die auf das reine handfeste Gold in Stücken oder Barrenform schwört und dies dann im Banksafe sicher verwahrt.

Größter Abnehmer von Gold ist nach wie vor die Schmuckindustrie, deren Nachfrage ging jedoch mit der laufenden Gold-Verteuerung schon im letzten Jahr um satte neun Prozent zurück. Besonders stark auf den Goldpreis reagiert die Schmuckindustrie vorallem in Schwellenländern wie Brasilien. Zum Vergleich, die Schmuckindustrie fragt jährlich weltweit etwa 2000 Tonnen Gold nach, die Zahnindustrie gerade mal 50 Tonnen. Die Goldanleger fragen allerdings immer mehr des kostbaren Rohstoffes nach, für dieses Jahr wird laut Morgan Stanley für die Goldnachfrage bei den speziellen Gold-ETF’s mit 450 Tonnen gerechnet. Soviel Gold lagert gegenwärtig in russischen Tresoren.

Deutschland übrigens verfügt über 3413 Tonnen Gold und ist nach den USA (8134 Tonnen) weltweit der größte Einzelbesitzer physischen Goldes mit einem Marktwert von umgerechnet 78 Mrd. Euro. Um Teile dieses Goldes in extremen Ausnahmesituationen schnell und effektiv zu Geld machen zu können, werden deutsche Goldreserven sogar in London, Paris oder New York gelagert. Gold stellt ein wichtiges Element der Währungsreserve dar, stabilisiert somit auch den Euro und hat obendrein die wichtige Funktion des psychologischen Vertrauensankers in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Gold ist jedoch nicht unbedingt ein sicherer Schutz gegen Inflation, dies belegen US-Zahlen der neunziger Jahre, als die Verbraucherpreise damals um 34 Prozent stiegen, der Goldpreis jedoch gleichzeitig um 28 Prozent fiel.

Schuldnerberatung online

Dienstag, 20. Januar 2009

Einen Schuldnerberater aufsuchen - für die meisten Menschen ein äußerst unangenehmer Schritt.

Zur vereinfachten Kontaktaufnahme gibt es jetzt erstmals im Internet die Möglichkeit, seine Daten direkt an seriöse Schuldner-Berater zu übermitteln. Unter www.meine-schuldnerberatung.de steht seit gestern dem 19. Januar ein Onlineportal zur Verfügung. Ziel ist natürlich nach wie vor die Schuldnerberatung vor Ort, jedoch ist es heutzutage immer noch für viele Mneschen ein unangenehmes Gefühl, sich finanziell komplett offenbaren zu müssen. Dies ist nun ab sofort eine sehr bequeme und auch anonyme Alternative, den ersten Schritt in eines Tages wieder finanziell angenehmere Zeiten zu tun. Viele überschuldete Personen können sich ja nicht einmal mehr die Fahrt zur nächsten Schuldnerberatungsstelle leisten. Erfahrungsgemäss werden von den Schuldnern auf eine vom Schuldnerberater erfolgte Online-Antwort dann häufig auch weitergehende Fragen gestellt, sodass sich Stück für Stück eine persönliche Ebene aufbaut und ein Beratungstermin direkt vor Ort in immer greifbarere Nähe rückt.

Anbieter dieser neuen Online-Plattform sind die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB) und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Die Sparkassen sind aus den Reihen der deutschen Kreditwirtschaft demnach auch der einzige Unterstützer der Schuldnerberatungen mit einem jährlichen Betrag von 5,4 Millionen Euro. Bereits über 1000 Schuldnerberatungsstellen beteiligen sich an dieser neuen Onlineberatung. Aufgrund der momentanen Finanzkrise ist bei den überschuldeten Privathaushalten leider wieder mit einer starken Zunahme zu rechnen, nach einem Rückgang von 470.000 innerhalb eines Jahres (Stand Oktober 2008). Diese prognostizierte negative Auswirkung erfolgt jedoch erfahrungsgemäss immer mit einer Verzögerung von etwa zwei Jahren.