Artikel-Schlagworte: „Dividenden“

DAX: 34 Prozent in zwei Monaten

Mittwoch, 13. Mai 2009

Auch heute Mittag liegt der DAX bei knapp 4.900 Punkten. Ganze 34 Prozent Kurszuwachs verzeichnete er nun schon seit Jahresbeginn und wer jetzt noch an der momentanen Kursrallye teilnehmen möchte, ist schon fast wieder zu spät dran.

Insgeheim gibt es momentan schon wieder etliche Marktteilnehmer, die darauf spekulieren, dass die gegenwärtige Finanzkrise schon viel früher passé sein könnte als allgemein angenommen. Belegt wird dies zum einen durch den amerikanischen Verbaucherindex, der leicht angestiegen ist, zum anderen aber auch durch die Indizes der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die das Einkaufsverhalten der deutschen Bundesbürger in der Zukunft analysiert und die erstmalig auch nicht weiter gesunken sind. Besonders institutionelle Geldanleger erhöhen momentan wird stark ihren Aktienanteil.

Aktienfanatiker sollten die jetzige Phase der Dividendenpapier-Weigerung durch die große Mehrheit der Anleger verstärkt nutzen. Allerdings lohnt sich auf jeden Fall auch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auch 2002 legte der DAX erst um satte 40 Prozent zu, ehe er im Jahr darauf seine Talfahrt bei nur noch 2.300 Punkten stoppte. Ein absolut typisches Kennzeichen für eine Bärenmarktrallye.

Abgeltungssteuer 2009 - gewusst wie

Montag, 18. Februar 2008

Ab 2009 wird für alle Kapitaleinkünfte wie Zinsen, Dividenden sowie Kursgewinne aus Fonds, Zertifikaten und Aktien eine einheitliche Steuer von 25 Prozent erhoben. Dazu kommen dann noch Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Doch wie kann man damit möglichst pfiffig umgehen?

Wertpapiere sollte man noch auf jeden Fall in diesem Jahr kaufen, denn die Gewinne bleiben nach der 12-monatigen Haltefrist auch über 2009 hinaus steuerfrei. Etwa 38 Prozent der Gedanleger planen mittlerweile neue Anlagen zu tätigen bzw. schon vorhandene Wertpapierdepots geschickt umzuschichten.

Ein Praxis-Rechen-Beispiel? 

Bei Anlage von 10.000 Euro in börsengehandelten Indexfonds erwirtschaftet man bei einer angenommenen Wertsteigerung von 8,0 Prozent jährlich nach 20 Jahren und Abzug aller Kosten 40.676 Euro. Anfang 2009 zum selben Kurs investiert, erzielt man 5756 Euro weniger. Nach 30 Jahren beträgt die Differenz sage und schreibe 13.622 Euro.

Welche Produkte sind  zur Vermeidung der Abgeltungssteuer geeignet?

Mometan werden sehr aggressiv sogenannte Dachfonds beworben, die ihrerseits wieder nur in Investmentsfonds investieren. Hierbei hat der eingesetzte Fondsmanager die Möglichkeit, die Dachfonds-Anteile je nach Kursentwicklung beliebig oft umzuschichten ohne von der Abgeltungssteuer berührt zu sein, genau dies gilt für einen Privatanleger der selbst in andere Fonds umschichtet nicht und bei Gewinnen wird dann die neue Steuer fällig. Von einem verstärktem Emporschiessen neuer Dachfonds ist in nächster Zeit in jedem Fall auszugehen, allerdings werden bei diesen Investments auch immer hohe Gebühren fällig und Erfahrungswerte für neu aufgelegte Fonds gibt es ja bekanntlich noch nicht, also lieber Vorsicht bei der Anlage!

Was ist von offenen Immobilienfonds im Ausland zu halten?

Umgehen können hiermit Anleger die Abgeltungssteuer, da die Erträge in der Regel bereits im Ausland besteuert werden und der Steuersäckel hier nicht erneut kassiert. Solche Fonds sollten jedoch allenfalls als Beimischung zum Depot gewählt werden, denn das Anlagerisiko ist häufig größer als bei anderen Produkten. Steuerfrei sind übrigens auch Gewinne aus dem Verkauf deutscher Immobilien, sofern diese mindestens zehn Jahre lang im Fonds gehalten wurden.

Gibt es noch andere steuerlich interessante Alternativen?

Steuerlich begünstigt sind ebenfalls Erträge aus privaten Rentenversicherungen, da sie vor Ablauf der Versicherung ohne Steuerabzug erneut angelegt werden können. Bei Vertragsablauf muss nur ein Teil der Erträge versteuert werden, solange die Versicherung mindestens 12 Jahre lang läuft und der Versicherte bei Vertragsfälligkeit mindestens 60 Jahre alt ist. Leider wird der steuerliche Vorteil bei den allermeisten Produkten durch die höheren Kosten wieder aufgefressen. Für fondsgebundene Rentenversicherungen gilt also, je höher der persönliche Steuersatz und je niedriger die zu versteuernde Ausschüttung sind, umso mehr sollte die direkte Besparung eines Fonds in Erwägung gezogen werden.

Abgeltungssteuer ab 2009

Dienstag, 11. Dezember 2007

Auf wen zielt eigentlich die Abgeltungssteuer die zum 1. Januar 2009 eingeführt wird ab?

Zunächst einmal betrifft sie Einkünfte aus Kapitalvermögen. Also Zinsen, Gewinne aus Wertpapierveräußerungsgeschäften und Termingeschäften, Dividenden, Erträge aus Investmentanteilen, Zertifikate, Mieterträge aus Immobilien, Investmentanteile inländischer Grundstücke.

Wie hoch wird die Abgeltungssteuer ausfallen?

Sie ist eine Pauschalsteuer mit einem Zinssatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Werden darüber hinaus noch weitere Abgaben fällig?

Nein, die Steuerschuld ist hiermit abgegolten, auch eine Angabe in der Steuererklärung ist nicht erforderlich. Ist der persönliche Steuersatz niedriger als 25 Prozent, kann der Anteil der als Abgeltungssteuer gezahlt wurde, in der Steuererklärung angegeben werden und das zuständige Finanzamt erstattet diesen dann zurück.

Der Sparerfreibetrag von 801 Euro für Einzelpersonen bzw. 1602 Euro für Verheiratete bleibt bis auf weiteres erhalten. Auch die Einreichung einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung ist weiterhin möglich, jedoch nur, wenn die monatlichen Einkünfte so gering sind, dass überhaupt keine Steuern gezahlt werden müssen.

Was ändert sich am Halbeinkünftesteuerverfahren und der Spekulationsfrist?

Beides fällt zugunsten der Abgeltungssteuer am 01.01.2009 weg. Jedoch genießen alle bis zum 31.12.2008 erworbenen Wertpapiere Bestandsschutz, entweder es erfolgt nach bisherigem Recht eine Besteuerung im Halbeinkünfteverfahren (Aktien waren weniger als zwölf Monate im Besitz des Depotinhabers) oder es fällt überhaupt keine Steuer an.

Wie verhält sich die Abgeltungssteuer in Bezug auf Lebens- oder Rentenversicherungen?

Altverträge mit steuerfreier Auszahlung (i.R. nach zwölf Jahren) sind davon nicht betroffen. Verträge mit halb zu versteuernder Auszahlung unterliegen der Abgeltungssteuer, genauso wie fällige Lebensversicherungen die bei Auszahlung voll steuerpflichtig sind. Rentenversicherungen sind von der Abgeltungssteuer nur betroffen, wenn eine Besteuerung nach dem Ertragsanteil nicht zum Tragen kommt.

Gibt es Ausnahmeregelungen für besondere Finanzanlagen?

Nein, sogenannte Finanzinnovationen unterliegen unabhängig vom Kaufdatum der Abgeltungssteuer.

 Mit welchen Anlagemöglichkeiten lässt sich die Abgeltungssteuer umgehen?

- Anlage von Geldern in thesaurierende Fonds (auszuschüttende Anteile werden sofort mitangelegt)

- Kauf von Aktien bis spätestens 31.12.2008 (Anwendung des momentan noch gültigen Steuerverfahrens)

- Spezielle Zertifikate mit steuerlichem Hintergrund

Deutsche Telekom

Mittwoch, 28. November 2007

Was ist von Obermann und der Deutschen Telekom zu erwarten. Der ehemalige Staatskonzern hat in den letzten Monaten mit dem “neuen” Chef ordentlich aufgeräumt. Von Mitarbeiterausgliederungen, Verkäufen über neue Preisstrategien. Der Konzern lässt nichts aus, das Schlachtschiff wieder auf Fahrt zu bringen. Die Frag ist allerdings, wird Obermann Erfolg haben oder nicht?!? Es sprechen einige Dinge, nicht nur die Größe, für ein erfolgsversprechenendes Ergebnis. Denn, die Telekom verfügt immer noch über ein eigenes Netz, welches verstärkt ausgebaut wird. Die Telekom ist im Mobilfunk sehr erfolgreich, auch wenn die Wachstumsfantasien eher aus T-Mobile USA stammen. Auch der Wachstumsmotor Internet ist recht gut besetzt, wobei hier einige Federn gelassen werden mussten. Die Kooperationspartner Bunte oder Bild planen den Alleingang und werden die aktuelle Partnerschafte beenden bzw. sind auf dem Weg dahin. Somit werden bunte.t-online.de oder bild.t-online.de getrennt.

Nichtsdestotrotz halte ich die Telekom für einen riesen Schiff, welches langsam wieder die Fahrt aufnimmt. Auch die Dividenden Prognosen mit ca. 5 % sind mehr als beachtlich.

Was haltet ihr von der Telekom?