Zwar kletterte der Euribor (Zins den die Banken untereinander für drei Monate angelegtes Geld zahlen) auf 4,95 Prozent, jedoch ist davon bei den privaten Geldanlagekunden nichts zu spüren. Momentan zahlen die Banken durchschnittlich 3,44 Prozent für ein Dreimonatsfestgeld und 3,19 Prozent für Tagesgeld. Bleiben die momentan in großer Menge vorhandenen Kundengelder weiterhin auf kurzfristigen Tages- und Festgeldkonten geparkt, würde sich trotz einer extremen Euribor-Änderung bei den Kundenzinssätzen, laut FMH Finanzberatungs-Chef Max Herbst, nichts ändern.
Bankkunden sollten auf lukrative Neukundenangebote achten, schon ab einem Anlagebetrag von 10.000 Euro. Durch die US-Hypotheken-Krise und die zahlreichen Kreditabschreibungen in Milliardenhöhe ist leicht nachvollziehbar, weshalb der Euribor in den letzten Monaten so stark gestiegen ist, denn nur wenige Kreditinstitute sind derzeit bereit, anderen Banken Geld zu leihen. Allerdings orientieren sich die Zinssätze für variable Kredite und auch die Zinssätze vieler Hypotekendarlehen am Euribor, weshalb schon bald die Kreditraten steigen dürften.