Gibt es eigentlich auch Unternehmen, die so richtig vom Weihnachtsboom profitieren?
Gerade in den letzten Jahren entschlossen sich die Verbraucher immer mehr dazu, Markenartikel zu verschenken. Insofern ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass an Weihnachten Aktien wie Hugo Boss hoch im Kurs stehen. Der operative Gewinn wurde in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 16 Prozent auf 218 Millionen Euro gesteigert und für die Zukunft werden weiterhin zweistellige Wachstumsraten prognostiziert. Boss schaffte sich mit Boss Woman, dem konzerneigenen Einzelhandel sowie Schuhen & Accessoires drei nachhaltige Wachstumsfelder. Die Deutsche Bank stuft diese Aktie daher als “sehr attraktiv” ein und gibt ein um 20 Prozent höheres Kursziel bei 55 Euro aus.
Die Analysten von GSC Research schätzen derweil eine andere Genuss-Aktie als kaufenswert ein. Den, eigenen Angaben zufolge, größten deutschen Wein- und Sekthändler Hawesko. Bei einem KGV von 15 für das kommende Jahr könnte sich hier eine Investition wirklich lohnen. Als Kursziel nennt M.M.Warburg-Analyst Thilo Kleibauer 28 Euro.
Denkt man an Weihnachten, denkt man unweigerlich auch an Schokolade und an die von Lindt & Spüngli besonders gerne. In dieser Zeit macht der Schweizer Schokoladenhersteller ein Viertel seines Jahresumsatzes und erlebt momentan ein viel schnelleres Wachstums als der Rest der Schokoladen- und Pralinenbranche. Credit Suisse korrigierte das Kursziel von 3850 auf 4350 Schweizer Franken und hält Lindt & Sprüngli für eine der besten Aktien der Schweiz.
Weihachten duftet es jedoch nicht nur nach Lebkuchen und einer Menge anderer Leckereien, auch der obligatorische Gutschein von Douglas für synthetisch hergestellten Duft darf nicht fehlen. Allein im letzten Jahr bescherte das Weihnachtsgeschäft dem Parfümeriekettenprimus ein Umsatzplus von 13 Prozent. Douglas ist mittlerweile in 20 Ländern aktiv.