Die größten 30 deutschen Unternehmen sind zwischen 30 und 40 Prozent in ausländischer Hand; das war im Jahr 2001 noch so. Seitdem stieg der Anteil der Auslandsbeteiligungen auf 52,6 Prozent. Gründe sind zum einen die deutsche Exportstärke und die damit verbundene größere Partizipation am Weltwirtschaftswachstum aber auch die Spekulation auf Währungsgewinne durch die Dollar-Schwäche. Von den reinen Kapitalwerten her ist die Deutsche Börse mit 84 Prozent Auslandskapital Spitzenreiter vor Adidas (79 Prozent) und Bayer (78Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen ehemalige Staatsunternehmen wie die Deutsche Post, Postbank und Lufthansa aber auch Unternehmen mit starkem Aktionärsbesitz der Gründer (SAP), Familie (VW) oder Stiftung (Thyssen-Krupp). Die Investmentgesellschaften Barclays, Sun Life und Capital Research mit jeweils mehr als fünf Prozent sind beim Pharmakonzern Merck als milliardenschwere Investment- oder Pensionsfonds beteiligt. An der Deutschen Telekom ist Blackstone mit 4,4 Prozent beteiligt, an der Deutschen Bank angeblich der Staatsfonds Dubai International Finance mit 2,2 Prozent. Bei der Commerzbank und Münchner Rück wird gegenwärtig auch schon von einer mehr als zwei Drittel großen Auslandsbeteiligung ausgegangen.
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DAX sackt ab - US-Märkte als Ursache
Montag, 26. November 2007Die schlechte Stimmung in den USA drückt weiter auf den DAX, der mit einer Endnotierung von 7567 Punkten aus dem Handel ging.
Am “Black Friday” waren zwar in den USA insgesamt mehr Menschen auf Shoppingtour, die Pro-Kopf-Konsumausgaben waren jedoch unter dem normalen Durchschnitt. Daher lässt sich auch erklären, dass die noch morgendliche leicht positive US-Stimmung sich nach und nach eintrübte. Auch die immer noch außerordentlichen Banken-Abschreibungen aufgrund der Subprime-Krise unterstützten diese Entwicklung. Einen deutlichen Kursverlust musste die Lufthansa mitnehmen, der der kurz vor der 100-Dollar-Marke stehende Ölpreis weiterhin zu schaffen macht. Auch ein Lufthansa-Angebot für Iberia oder AllItalia scheint nach dem British-Airways-Rückzug für Iberia möglich un drückte somit den Kurs.
Eine große Volatilität zeigte der Kurs der TUI-Aktie mit einem Plus von bis zu drei Prozent, was bei Börsenschluss bis auf 0,1 Prozent aufgezehrt war. Mal wieder wurde auf eine Zerschlagung des Schiffs- und Touristik-Konzerns spekuliert.
Kurs-Abschläge rufen in den letzten Tagen wieder die sogenannten Schnäppchenjäger auf den Plan, da einige Aktien nun als günstig angesehen werden. Der TecDAx schloss mit 2,4 Prozentpunkten höher, wobei die Conergy-Aktie nach einer fünfprozentigen Anteilsspritze von Investor Otto Happel teilweise um bis zu 12 Prozentpunkte zulegte. Einige ließen sich jedoch zu Gewinnmitnahmen hinreissen und somit gab es am Tagesende für Conergy nur ein Plus von 2,4 Prozent.
Als technische Kursbereinigung wird das Hochschnellen der AWD-Aktie um 10,5 Prozent angesehen. Die IKB-Bank verlor hingegen 9,1 Prozent nach neuerlichen Spekulationen über Probleme bei der Mittelstandsbank. Arcandor stieg um zwei Prozentpunkte nach einem Middelhoff-Interview über eine eventuelle Sonderausschüttung durch die Warenhausimmobilienverkäufe