Archiv für die Kategorie „Commerzbank“

Postchef Zumwinkel unter Steuerhinterziehungsverdacht - Postaktie steigt

Freitag, 15. Februar 2008

Nachdem am Morgen Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung im Millionenbereich mit den Ermittlungsbehörden nach Bochum zur ersten Vernehmung fuhr, stieg daraufhin die Postaktie um bis zu drei Prozent an. Eigentlich doch ein völlig paradoxer Vorgang könnte man meinen.

In diesem Fall spekulieren die Börsianer aber auf eine Ablösung Zumwinkels als Vorstandschef, denn, neuen Wind in den Postkonzern zu tragen, wird ihm schon längst nicht mehr zugetraut. Allerdings gibt es bei den Börsenhändlern ein geteiltes Echo. Einerseits hat sich Zumwinkel erfolgreich gegen einen günstigen Schnellverkauf der Postbank gewehrt, andererseits veräußerte er erst vor einigen Monaten seine persönlichen Aktienoptionen für insgesamt 4,7 Millionen Euro, als von der Bundesregierung ein Mindestlohn für die Briefzustellung abgesegnet wurde und die Postaktie daraufhin zu einem sofortigen Höhenflug ansetzte. Klaus Zumwinkel steht dem Postkonzern seit 19 Jahren vor und verpasste dem Exmonopolisten über die Jahre ein modernes Facelifting zu einem heute weltweit operierendem Logistikkonzern. Momentan gibt es aber stetig Hinweise darauf, dass die Commerzbank unter Vorstandschef Klaus Peter Müller die Post-Tochter Postbank übernehmen möchte.

DAX - Endgültig in ausländischer Hand

Dienstag, 18. Dezember 2007

Die größten 30 deutschen Unternehmen sind zwischen 30 und 40 Prozent in ausländischer Hand; das war im Jahr 2001 noch so. Seitdem stieg der Anteil der Auslandsbeteiligungen auf 52,6 Prozent. Gründe sind zum einen die deutsche Exportstärke und die damit verbundene größere Partizipation am Weltwirtschaftswachstum aber auch die Spekulation auf Währungsgewinne durch die Dollar-Schwäche. Von den reinen Kapitalwerten her ist die Deutsche Börse mit 84 Prozent Auslandskapital Spitzenreiter vor Adidas (79 Prozent) und Bayer (78Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen ehemalige Staatsunternehmen wie die Deutsche Post, Postbank und Lufthansa aber auch Unternehmen mit starkem Aktionärsbesitz der Gründer (SAP), Familie (VW) oder Stiftung (Thyssen-Krupp). Die Investmentgesellschaften Barclays, Sun Life und Capital Research mit jeweils mehr als fünf Prozent sind beim Pharmakonzern Merck als milliardenschwere Investment- oder Pensionsfonds beteiligt. An der Deutschen Telekom ist Blackstone mit 4,4 Prozent beteiligt, an der Deutschen Bank angeblich der Staatsfonds Dubai International Finance mit 2,2 Prozent. Bei der Commerzbank und Münchner Rück wird gegenwärtig auch schon von einer mehr als zwei Drittel großen Auslandsbeteiligung ausgegangen.

Niedriger Dollar - mit Optionsscheinen bis zu dreistellige Rendite erzielen

Samstag, 1. Dezember 2007

Gold bei 850 Dollar je Feinunze? Öl bald bei 100 Dollar? Der Euro bald bei 1,50 Dollar? Alle drei genannten Wirtschaftsindikatoren streben gegenwärtig nach neuen Rekordhöhen. Durch erwartete Zinssenkungen in den USA, mittelfristige Zinserhöhungen bei der EZB und chinesische billionenschwere Teilumschichtungen weg vom Dollar in andere Währungen könnte der Euro bald noch mehr an Wert gewinnen.

Für Geldanleger im Optionsscheinhandel gibt es somit gute Gründe für ein Euro-Engagement. Da der Orientierungspunkt von Devisenoptionsscheinen grundsätzlich die erst genannte Währung ist, muss bei einer Spekulation auf Dollar-Verluste auf sogenannte Euro-Dollar-Calls gesetzt werden. Somit setzen Anleger auf einen weiteren Anstieg des Euro und Wertverluste des Dollar. Knock-Out-Calls ohne Laufzeitbindung sind für Anleger geeignet, die von einem länger dauernden Dollar-Abwärts-Trend ausgehen und nicht auf ein kurzfristiges Übertreffen der 1,50 Dollar-Marke je Euro setzen. Am besten man wählt hierbei ein Produkt, welches eine vorübergehende Dollar-Gegenbewegung nicht mit einem sofortigen Knock-Out bestraft. HSBC-Trinkaus bietet einen Call mit 1,30 K.O.-Schwelle mit momentaner Hebelwirkung von 8,5 an.

Für kurzfristige Bewegungs-Spekulationen bietet beipielsweise Sal. Oppenheim einen klassischenCall an, der jedoch sehr stark auf Schwankungen der Wechselkurse reagiert und noch bis zum 10. Dezember läuft.  Ebenfalls für eine kurzfristige Anlage offeriert die Commerzbank Hit-Scheine mit einer garantierten Rückzahlung wenn einmalig eine bestimmte Kursmarke erzielt wurde. Eine Kursverdoppelung wäre somit durch einen HIT-Call mit Zielkurs von 1,50 Euro erzielbar. Allerdings bleiben bis zum Totalverlust für diese Marke nur noch neun Tage Zeit (Auslauf am 10. Dezember).

Banken bewahren DAX vor großem Minus

Dienstag, 27. November 2007

Trotz großer Nachfrage nach Finanztiteln hat es der DAX nicht ins Plus geschafft. Das konnte auch der Einstieg der Scheichs aus Abu Dhabi bei der Citigroup nicht bewirken. Am Ende des Handelstages stand immer noch ein Minus von 0,5 Prozent zu Buche.

Nach schwachem Start bei 7444 Punkten drehte der deutsche Leitindex noch durch den freundlichen Börsenstart auf den US-Märkten und kam auf 7531 als Schlussnotiz. Die Nebenwerte wie MDAX und TecDAX gingen sogar mit einem leichten Plus von 0,7 (9295 Zähler) bzw. 0,4 (905 Zähler)Prozentpunkten aus dem Handel. Angesichts dieser Erholung verloren festverzinsliche Papiere an Wert, unterstützt durch den unerwarteten Anstieg des IFO-Geschäftsklimaindex auf 104,2 Punkte, der zuvor sechsmal in Folge schwächer notiert hatte. Dies kam wiederum dem Euro zugute, der bis auf 1,4908 Dollar kletterte, bevor er wieder bis auf 1,4824 Dollar nachließ.

Verlierer des Tages waren MAN (103,29 Euro) durch eine Goldman Sachs-Abwertung von 158 auf 148 Euro für das Kursziel, die Energieversorger E.on und RWE, sowie auch die Autobauer Daimler (64,79 Euro) und VW (157 Euro). Für Letztere wirkt weiterhin der starke Euro als Belastung für den Exporthandel.

Gefragt waren hingegen Bankentitel, für die die erfolgte Finanzspritze bei Citigroup marktunterstützend wirkte. Commerzbank (24,25 Euro)  gewann 2,5 Prozent und Deutsche Bank (84,48 Euro) 1,5 Prozent. Hypo Real Estate notierte insgesamt unverändert bei 33,84 Euro. Die staatliche Förderbank KfW muß für die Rettung der IKB Mittelstandsbank noch stärker als erwartet aufkommen, deren Kurs fiel um 2,1 Prozent. Grund sind die stark verschlechterten Marktbedingungen, sodass eine Erhöhung der KfW-Risikovorsorge für die Risiken aus der IKB-Zweckgesellschaft Rhineland Funding von 2,3 auf 4,8 Mrd. Euro unumgänglich wurde.

Heidelberg Druck steht nun bei einem Kurs von 20,10 Euro (Minus 3,1 Prozent), Analysten von Goldman Sachs hatten die Aktie von „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft. Auch die Gewinnprognosen für die Jahre 2009 und 2010 wurden nach unten korrigiert. Die Papiere der Software AG verloren 2,4 Prozent auf 50,13 Euro, nachdem JP Morgan das Kursziel von 87 auf 74 Euro korrigiert hatte. Bei Conergy gab es einen zehnprozentigen Kurszuwachs auf 20,00 Euro, das Management hatte eigene Aktien gekauft, jedoch auch Ende Oktober die Jahresziele extrem nach unten korrigiert.