Archiv für die Kategorie „DAX“
Mittwoch, 13. Mai 2009
Auch heute Mittag liegt der DAX bei knapp 4.900 Punkten. Ganze 34 Prozent Kurszuwachs verzeichnete er nun schon seit Jahresbeginn und wer jetzt noch an der momentanen Kursrallye teilnehmen möchte, ist schon fast wieder zu spät dran.
Insgeheim gibt es momentan schon wieder etliche Marktteilnehmer, die darauf spekulieren, dass die gegenwärtige Finanzkrise schon viel früher passé sein könnte als allgemein angenommen. Belegt wird dies zum einen durch den amerikanischen Verbaucherindex, der leicht angestiegen ist, zum anderen aber auch durch die Indizes der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die das Einkaufsverhalten der deutschen Bundesbürger in der Zukunft analysiert und die erstmalig auch nicht weiter gesunken sind. Besonders institutionelle Geldanleger erhöhen momentan wird stark ihren Aktienanteil.
Aktienfanatiker sollten die jetzige Phase der Dividendenpapier-Weigerung durch die große Mehrheit der Anleger verstärkt nutzen. Allerdings lohnt sich auf jeden Fall auch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auch 2002 legte der DAX erst um satte 40 Prozent zu, ehe er im Jahr darauf seine Talfahrt bei nur noch 2.300 Punkten stoppte. Ein absolut typisches Kennzeichen für eine Bärenmarktrallye.
Schlagworte:Aktienanteil, Bärenmarktrallye, Dividenden, Einkaufsverhalten, Finanzkrise, institutionelle Anleger, Kursrallye, Kurszuwachs, Marktteilnehmer, Talfahrt, Verbraucherindex, Zukunft
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Dienstag, 17. Februar 2009
Der Deutsche Aktienindex kommt weiterhin nicht aus seiner Talsohle heraus. Auch der Beginn der neuen Börsenwoche zeigte mit unter 4400 Punkten weiterhin keine Tendenz nach oben. So wird die starke Volatilität der Märkte, wie von vielen Experten schon seit Längerem prophezeit, noch einige Monate anhalten. Ein großes Wunder ist dies jedoch nicht, da immer wieder neue schlechte Konjunkturzahlen die Märkte im Pessimismus verharren lassen und sich somit keine Basis zur Erholung ausbilden kann. Solch eine Basis wäre dann auch der erste Keim für eine Entwicklung in wieder positive Kursregionen, doch davon ist man momentan einfach meilenweit entfernt.
Jedoch nicht nur die schlechten Konjunkturzahlen ziehen die Handelsmärkte immer wieder nach unten, auch Einzelwerte wie die Hypo Real Estate sorgen dafür. Am heutigen Tag notierte ihre Aktie bei nicht mal einem Euro. Weshalb überhaupt schützt der Staat solch ein Unternehmen wie dieses vor dem Bankrott durch staatliche Garantien?
Die Hypo Real Estate ist zu einem nicht unerheblichen Anteil an der Deutschen Pfandbriefbank (DEPFA) beteiligt. Diese wiederum generiert ihr Kapital aus den Geldern von öffentlichen Fonds, Versicherungen und privaten Anlegern. Sie kommt immer dann ins Spiel, wenn es darum geht, Autobahnen, Krankenhäuser oder Schulen zu bauen. Für den Bau von beispielsweise Schulen geben die Kommunen Grundstückssicherheiten und bekommen dafür im Gegenzug die für den Bau erforderlichen Geldmittel von der DEPFA. Würde die Hypo Real Estate pleite gehen, käme es zu einem völlig undurchsichtigen Chaos bei den kapitalgebenden Fonds, Versicherern und privaten Geldanlegern, die ja durch das zur Verfügung stellen ihrer finanziellen Mittel von der DEPFA immer Pfandbriefe als Gegenwerte bekommen.
Auch die erlahmende Wirtschaft von Konjunkurtreiberländern wie Japan oder Deutschland drückt auf die Aktienmärkte. Alleine Japan hat derzeit einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,3 Prozent nur im Zeitraum Oktober bis Dezember zu vermelden, weshalb der DAX heute ein Tagestief von 4359 Punkten zu verkraften hatte. Auf 5228 Punkte ermäßigte sich der MDAX, der TecDAX gewann hingegen 0,7 Prozentpunkte auf 491 Punkte, allerdings nur durch die heute starken Solarwerte.
Schlagworte:Aktienmärkte, Bankrott, DAX, DEPFA, Deutschland, Erholung, Fonds, Garantie, Hypo Real Estate, Japan, Kapital, Konjunkturzahlen, MDAX, Pessimismus, Pfandbriefe, Sicherheiten, Solarwerte, Tagestief, TecDAX, Tendenz, Volatilität, Wirtschaftsleistung
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Montag, 9. Februar 2009
Wer kannte schon vor einigen Jahren den derzeitigen Tabellenführer der Fussball-Bundesliga TSG 1899 Hoffenheim? Wohl kaum jemand…
Ohne SAP-Gründer Dietmar Hopp hätte es dieser Verein mit Sicherheit lange nicht in so kurzer Zeit so weit gebracht. Doch auch Milliardär Hopp hat durch die allgegenwärtige Finanzkrise viel Geld verloren und damit reiht er sich nahtlos in die Riege der Superreichen wie etwa Roman Abramowitsch ein, die natürlich auch keine Wundermittel haben, um sich komplett vom weltwirtschaftlichen Geschehen abzukoppeln bzw. die Gesetze des Finanz- und Geldkreislaufs außer Kraft zu setzen.
Auf etwa zwei Milliarden Euro beziffert Dietmar Hopp derzeit seine aktuellen Verluste, die durch den 40-prozentigen Wertverlust der SAP-Aktie entstanden sind. Doch behält er in diesen schwierigen Zeiten dennoch einen kühlen Kopf, da er partout nicht daran denkt, die Verluste mit dem Verkauf seiner zehnprozentigen SAP-Anteile zu realisieren. Überhaupt gibt es momentan sowieso nur die Möglichkeit, auf bessere Zeiten zu warten um somit verlorene Kapital-Werte wieder wettzumachen. Dies gilt ebenso für den “normalen” Kleinanleger, denn emotionale Handlungsweisen haben in der Vergangenheit an der Börse selten große Renditen gebracht.
Schlagworte:Abramowitsch, Börse, Finanzkrise, Geldkreislauf, Hoffenheim, Hopp, Kapitalwerte, Kleinanleger, Rendite, SAP, Verluste
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Dienstag, 13. Januar 2009
Das vergangene Jahr 2008 könnte finanztechnisch wirklich als “annus horribilis” in die Geschichtsbücher eingehen, als schreckliches Jahr. DAX-Werte haben mehr als 40 Prozent verloren, Banken gingen Pleite und zu guter Letzt kam es zu einer weltweit um sich greifenden Rezession.
Für 2009 stellt sich nun die Frage, wie legt man sein Geld verlustsicher und trotzdem renditeorientiert an?
Erste Banken wie die Hamburger Sparkasse werben bereits wieder mit dem guten alten Sparbuch unter dem Slogan “Seit jeher sicher.” Vor etwa einem Jahr hätten sich darüber noch die meisten Geldanleger irritiert an die Stirn getippt… Gibt es momentan also wirklich nur das konservative Sparkonto als absolut werthaltige Anlagemöglichkeit?
Seit Jahresbeginn haben etliche Banken wie die ING-Diba die Zinsen für ihre Tagesgeldkonten gesenkt, Auslöser dafür ist die massive Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank. Nur noch wenige Anbieter heben zum jetzigen Zeitpunkt nochmals ihren Zinssatz beim Tagesgeld an. Bei der Mercedes-Benz-Bank gibt es seit dem 1. Januar 4,50 statt 4,30 Prozent Zinsen. Aber auch die eben erwähnte Hamburger Sparkasse lockt immer noch mit erstaunlich guten vier Prozent Tagesgeldzins ab dem ersten Euro bei voller Einlagensicherungsgarantie. Am cleversten ist natürlich eine gewisse Summe über einen bestimmten Zeitraum zu einem festen Zinsatz anzulegen. Einerseits bietet dies Schutz vor neuen Zinssenkungsrunden, andererseits steht schon vorher fest, welche Zinszahlung am Ende der gewählten Laufzeit zu erwarten ist.
Wer dennoch davon überzeugt ist, dass bonitätsstarke Unternehmen trotz Finanzkrise weiter Kurs halten, sollte sich auch für europäische Unternehmensanleihen interessieren. Besonders Neuemissionen haben es renditemäßig in sich. Im Vergleich zu den sehr beliebten Bundesanleihen bieten sie bei einer Restlaufzeit von fünf Jahren eine Rendite von sieben Prozent, die Bundesanleihen liegen bei unter drei Prozent. Am wenigsten konjunkturabhängig sind Anleihen von Unternehmen aus der Versorgungs- und Telekommunikationsbranche. Das beste Rezept ist, diese Firmenbonds bis zum Ende der Laufzeit zu halten, da schlechte Konjunkurdaten zwischendurch zu Kursverlusten führen können, die dann auch auf diesen Papieren stehen. Eine Alternative sind Fonds zu Unternehmensanleihen, diese werden speziell gemanagt und die komplexe Auswahl einzelner Unternehmensanleihen entfällt für den Anleger hierbei völlig.
Wer natürlich noch nicht gänzlich die Nase von Aktien voll hat und eine gute Dividende für das Jahr 2008 mitnehmen möchte, könnte bei E.ON oder der Münchner Rück richtigliegen, sie warten mit einer Dividendenrendite von 5,5 bzw. fast fünf Prozent auf. BASF setzt da mit sieben Prozent sogar noch einen drauf! Für 2009 ist dann jedoch mit ordentlichen Dividendenkürzungen zu rechnen, selbst Anlegern mit einer Vorliebe für kontinuierliches Wachstum rät Haspa-Chefanalyst Bernd Schimmer nur zu einer Aktienquote von maximal 20 Prozent im Portfolio, da er die gegenwärtige Marktlage als “schwierig” einschätzt und selbst ein Abrutschen des DAX auf 3000 Punkte für ihn keine sonderlich große Überraschung wäre.
Nach wie vor hoch im Kurs steht immer noch die Anlage in handfeste Werte wie Gold, in Münzen oder Barren. Allerdings ist hierbei nicht immer eine lücklose Versorgung gewährleistet, sodass auch ein Investment in Xetra-Gold, einem in Gold besichertem Indexfonds für den einzelnen Anleger in Betracht kommen könnte. Momentan pendelt der Goldkurs zwischen 800 und 850 US-Dollar, dennoch herrscht weiterhin Euphorie, dass neue Höchstkurse von um die 1000 Dollar erreicht werden können, da neue Goldabbaustätten aus Rentabilitätsgründen solch einen Kurs benötigen. Die Citigroup geht sogar von einem neuen Gold-Höchstkurs von 2000 Dollar Ende 2009 aus und erwartet in den USA langfristig wieder eine Inflation bzw. weitere Dollarschwäche durch die erfolgte Marktüberflutung mit billigem Geld.
Schlagworte:Aktien, Bundesanleihe, DAX, Dividende, Dolllar, Einlagensicherung, Europäische Zentralbank, Fonds, Geldanlage, Gold, Hamburger Sparkasse, Indexfonds, Inflation, ING-Diba, Konjunkturdaten, Laufzeit, Neuemission, Pleite, Rendite, Rentabilität, Rezession, Sparbuch, Tagesgeldkonto, Unternehmensanleihe, Verlust, Zinsen, Zinssenkung
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Montag, 15. Dezember 2008
“Shareholder Value” - was war das noch gleich? Ach ja, richtig! Alles in einem Unternehmen ist darauf ausgerichtet, den Wert zugunsten der beteiligten Aktionäre zu steigern… - Macht das denn gegenwärtig wirtschaftlich überhaupt noch irgendeinen Sinn? Laut Expertenmeinung wohl eher wenig.
Der aufmerksame Finanzteil-Leser der “Welt” oder des “Hamburger Abendblatts” findet in regelmäßigen Abständen kurze wirtschaftliche Situationsinterpretationen der Chefanalysten wichtiger deutscher Banken. Bernd Schimmer, Wertpapieranalaysechef der Hamburger Sparkasse sieht die Entwicklung des DAX in 2009 über das ganze Jahr hinweg eher seitwärts im Bereich zwischen 4000 und 4500 Punkten, ein sattes Minus von 16 Prozent im Vergleich zum jetzigen Stand. Was macht es also auch den sogenannten Experten momentan so schwer, zielgenaue Kursentwicklungen bestimmter Indizes vorherzusagen?
Die Gründe liegen auf der Hand, die gegenwärtige Finanzkrise und die langsam um sich greifende weltweite Rezession. Früher klopften sich Anleger brav selbst auf die Schulter wenn sie mal wieder in Eigenregie eine ordentliche Jahres- Rendite von gut sieben Prozent eingefahren hatten und den Festzinsanlage-Angsthasen somit locker das Nachsehen gaben. Heute können sieben Prozent Kursunterschied durchaus mal die Volatilität eines einzigen Handelstages sein…
Zwischen 3400 und 5200 Punkten werden für die DAX-Entwicklung 2009 momentan von den Experten prognstiziert. Hier dazu mal ein paar kurze Fakten:
Gut 42 Prozent gab der DAX im Laufe des aktuellen Jahres nach. Nur Gold (in Euro gemessen) und Bundesanleihen erzielten eine positive Rendite (13,2 Prozent für zehn Jahre). 27 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung macht allein der Anteil der USA aus, auf den Plätzen folgen Japan, Deutschland und China (acht und jeweils sechs Prozent). Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird ein Minus von 1,0 bis 1,5 Prozent erwartet, mit einer zeitgleichen Zunahme der Arbeitslosenzahl um 500.000 Menschen. Ob dann bereits 2010 für uns alle das Gröbste vorüber ist, bleibt zur Zeit stark anzuzweifeln.
Schlagworte:Arbeitslosenzahl, Bruttoinlandsprodukt, Bundesanleihen, DAX, Festzins, Finanzkrise, Gold, Hamburger Sparkasse, Indizes, Kursentwicklungen, Rendite, Rezession, Shareholder Value, Volatilität, Weltwirtschaft, Wertpapieranalyse
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Samstag, 26. Juli 2008
Alkohol, Glücksspiele, jegliche Formen ausschweifenden Lebens, all diese Dinge sind im Islam verboten oder sind äußerst starker Kritik ausgesetzt. Dies ist auch in der islamischen Finanzbranche so. Es herrschen Zinsverbote und die Unzulässigkeit von Geldanlagen in Unternehmen der Tabak- oder Alkoholproduktion, Casinos oder auch Banken, die konventionell und eben nicht nach den Regeln des Korans arbeiten. Der Einstieg in die deutsche Finanzwelt steht nun bald bevor, Finanz-Insider schätzen das mögliche Volumen für islamische Finanzprodukte auf etwa 1,2 Mrd. Euro pro Jahr und glauben dass rund 15 Prozent von befragten Muslimen Interesse an koran-konformen Finanzprodukten zeigen. In einer Umfrage zeigten zwei Drittel Interesse an Baufinanzierungen und 40 Prozent an Versicherungen, Fonds oder Konsumentenkrediten.
Deutsche Banken werben oft mit dem Slogan “Meine Bank”, um ihr Unternehmen in unmittelbare Nähe zu ihren Kunden zu rücken. Unter dem Begriff “Bankamiz” tut dies auch die Deutsche Bank mit ihrer gleichnamigen Tochter, die sich an türkische Kunden wendet. Umso verwunderlicher ist, dass gerade sie keine islamkonformen Produkte anbietet, obwohl die Deutsche Bank und etliche andere Banken im Nahen Osten zu den Marktführern islamischer Finanzangebote zählen.
Wie geht nun beispielsweise der Wunsch eines Bankkunden nach einem neuen Auto in Erfüllung, ohne das entsprechende Kapital dafür aufbringen zu können?
Ganz einfach: Die Bank erwirbt für den Kunden das neue Kraftfahrzeug und der Kunde zahlt dann den um einen Aufschlag erhöhten Kaufpreis in Raten an die Bank zurück. So ist das erforderliche Zinsverbot gewährleistet und der Kunde kann sich trotzdem den Wunsch eines neuen Autos erfüllen. Für den Erwerb einer Immobilie wäre in Deutschland jedoch die erforderliche Grunderwerbssteuer gleich zweimal abzuführen, ein gegenwärtig wenig lukrative Alternative sich den Wunsch von der eigenen Immobilie zu verwirklichen. Es bleibt abzuwarten, wann der Gesetzesgeber die entsprechenden Voraussetzungen trifft, um der islamischen Klientel Finanzprodukte in Einklang mit ihrem Glauben anzubieten.
Schlagworte:Baufinanzierung, Deutsche Bank, Fonds, Grunderwerbssteuer, Immobilien, Islam, Konsumentenkredit, Koran, Versicherungen, Zinsverbot
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Dienstag, 22. Juli 2008
0,28 Prozentpunkte im Plus lag am Handelsschluss heute der DAX, obwohl es den ganzen Tag über gar nicht so rosig aussah… Worin liegen die Ursachen?
Besonders das Sechs-Wochen-Tief beim Ölpreis verhalf heute den deutschen Aktien in ein positives Umfeld. Allerdings erwarten umgekehrt dazu mehrere US-Konzerne sowie Vodafone in den nächsten Monaten eher negative Zahlen, sodass das kleine Plus heute an der Deutschen Börse noch viel größer hätte ausfallen können.
Am Ende standen für den DAX im Xetra-Handel 6442,79 Punkte (plus 0.3 Prozent), für den MDAX ergaben sich 8474,01 Zähler (minus 0,8 Prozent), für den TecDAX 730,56 Zähler (minus ein Prozent). Der DowJones notierte bei Börsenschluss in Deutschland bei 11.523 Punkten (plus 0,5 Prozent), der Nasdaq Composite Index bei 2278 (minus 0,1 Prozent).
Schlagworte:DAX, Deutsche Börse, Dow Jones, MDAX, Nasdaq, Ölpreis, TecDAX, Unternehmenszahlen, US-Börse, Xetra
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Sonntag, 4. Mai 2008
Zuletzt erreichte der Deutsche Leitindex im Februar die 7000er Marke. So langsam rückt die Finanzkrise in den Hintergrund - Zeit für Schnäppchenjäger? Bereits am Donnerstag notierte Vorreiter Dow Jones über der wichtigen 13.000 Punkte-Marke. Freitags konsolidierte er dann seine Entwicklung. Nach und nach scheinen die Anleger wieder Vertrauen in Aktien zu gewinnen.
Stehen die Aktien schlecht, flüchten Anleger tendenziell in Rohstoff- und Devisenmärkte -also sichere Häfen. Dies kehrt sich zur Zeit langsam wieder um, sodass am Freitag Devisenwerte wie der Euro und Rostoffnotierungen deutlich schwächer waren. Somit könnte der “Beinahe-Bankrott” von Bear Stearns im März als unrühmlicher Höhepunkt der Finanzkrise gesehen werden. Bleibt abzuwarten, wieviele Unternehmen derzeit börslich unterbewertet sind.
Allerdings sprechen momentan eine Vielzahl schlechter Statistik- und Wirtschaftsforschungsdaten eher für eine kurze Erholungsphase in einem insgesamt negativen Trend. Der Investitionsrückgang im US-Wohnungsbau, das Ansteigen der Inflationsrate inklusive höherer Energiekosten und die Bewältigung der Kreditexzesse der US-Haushalte durch eine höhere Sparquote.
Die Optimisten in Finanzexpertenkreisen sehen etwaige sinkende Gewinneinschätzungen der Unternehmen schon als miteinkalkuliert an. In früheren Rezessionsphasen hätten Unternehmen ihrer Gewinnerwartungen auch sehr schnell nach unten angepasst. Daher sollte man die aktuell vorliegenden Gewinnwarnungen als absolut marktrealistisch einschätzen. Gegenwärtig haben 63 Prozent der Unternehmen bei ihren diesjährigen Berichten positiv überrascht, der langjährige Durchschnitt liegt dagegen nur bei 58 Prozent.
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Schlagworte:DAX, Devisen, Dow Jones, Energiekosten, Finanzkrise, Gewinnwarnungen, Inflationsrate, Rezession, Rohstoffe, Statistik, Trend, US-Haushalte, US-Wohnungsbau, Wirtschaftsforschungsdaten
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