Archiv für die Kategorie „Deutsche Börse“

Vorsicht bei voreiligen Börsen-Investionen

Montag, 7. Januar 2008

Momentan ist Abwarten angesagt. - Zu dieser These kommen momentan die allermeisten Anlage-Experten wenn es um Neuinvestitionen an der Börse geht. Noch immer nicht sind die Folgen der US-Immobilienkrise endgültig für die US-Wirtschaft und die gesamte Weltwirtschaft absehbar. Eine hohe Liquiditätsquote von etwa 40 Prozent wird daher von vielen Investmentexperten empfohlen, um günstige Einstiegsgelegenheiten abzuwarten. Wann diese jedoch eintreten, steht momentan noch völlig in den Sternen. Es könnten bis dahin Wochen oder sogar Monate vergehen. Allgemein wird sogar jetzt noch ein Rückgang der Indizes um mindestens fünf Prozent erwartet, erst danach könnten sich wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten ergeben. 

Ähnlich sieht es auf dem Rentenmarkt aus. Bei einer Abschwächung der US-Amerikanischen und der Europäischen Wirtschaft und damit verbundenen Zinssenkungen würde es zu einer enormen Rallye bei langfristigen Anleihen kommen. Genau das Gegenteil wäre bei einem weiteren Fortdauern der gegenwärtigen Inflation der Fall, daraus resultierende Zinserhöhungen hätten Kursverluste für die am Markt befindlichen Rentenpapiere zur Folge. Um die Renditechancen für Anleihen zu erhöhen, raten viele Anlageexperten zum Kauf von Staatsanleihen mit maximal fünfjähriger Laufzeit oder zur Beimischung von Floatern, dies sind variabel verzinsliche Papiere sowie sogenannte Hybridanleihen. Aber auch Aktienanleihen, kurz laufende Unternehmensanleihen oder Genussscheine können Renditealternativen sein. Wer jedoch unbedingt weiter im Aktienbereich aufgestellt sein will, sollte sich laut Expertenmeinung verstärkt auf Discount- und Bonuszertifikate konzentrieren, da diese ein geringeres Riskio beinhalten als reine Aktienwerte.  

DAX - Endgültig in ausländischer Hand

Dienstag, 18. Dezember 2007

Die größten 30 deutschen Unternehmen sind zwischen 30 und 40 Prozent in ausländischer Hand; das war im Jahr 2001 noch so. Seitdem stieg der Anteil der Auslandsbeteiligungen auf 52,6 Prozent. Gründe sind zum einen die deutsche Exportstärke und die damit verbundene größere Partizipation am Weltwirtschaftswachstum aber auch die Spekulation auf Währungsgewinne durch die Dollar-Schwäche. Von den reinen Kapitalwerten her ist die Deutsche Börse mit 84 Prozent Auslandskapital Spitzenreiter vor Adidas (79 Prozent) und Bayer (78Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen ehemalige Staatsunternehmen wie die Deutsche Post, Postbank und Lufthansa aber auch Unternehmen mit starkem Aktionärsbesitz der Gründer (SAP), Familie (VW) oder Stiftung (Thyssen-Krupp). Die Investmentgesellschaften Barclays, Sun Life und Capital Research mit jeweils mehr als fünf Prozent sind beim Pharmakonzern Merck als milliardenschwere Investment- oder Pensionsfonds beteiligt. An der Deutschen Telekom ist Blackstone mit 4,4 Prozent beteiligt, an der Deutschen Bank angeblich der Staatsfonds Dubai International Finance mit 2,2 Prozent. Bei der Commerzbank und Münchner Rück wird gegenwärtig auch schon von einer mehr als zwei Drittel großen Auslandsbeteiligung ausgegangen.