Die WestLB befindet sich in der Bredouille. Mehrere Rating-Agenturen haben laut NRW-Landesregierung eine neue Einstufung der WestLB geplant und könnten sie damit endgültig schachmatt setzen. Bei einer massiven Bonitätsherabstufung müsste die WestLB erheblich höhere Kosten bei Krediteinkäufen verkraften, um die eigene Kreditvergabe nicht zu gefährden. Von den Rating-Agenturen werden Sicherheitsleistungen in Höhe von vier Milliarden Euro verlangt, um eine Herabstufung abzuwenden, zum jetzigen Zeitpunkt für die WestLB eine mittelschwere Katastrophe und das Sanierungskonzept wäre ebenfalls erheblich in Gefahr. Bereits vor einer Woche war eine Kapitalerhöhung um zwei Milliarden Euro vereinbart worden.
Erst vor einigen Tagen haben die Eigentümer darüber beraten, die WestLB in eine große Zweckgesellschaft aufgehen zu lassen, um sie besser vor Risiken abzusichern. Risikoaktiva aus dem Institut sollten in dieser neuen Gesellschaft zusammengefasst werden. Die Ratingagentur Standard & Poor´s warnte bereits vor einem Verlust des A-Ratings. Auch über eine Neubesetzung der WestLB-Führungsspitze wird momentan beraten, da der Vertrag von Vorstandschef Alexander Stuhlmann Ende März ausläuft.