Eine “Bad News” jagt in der US-Finanzbranche die andere. Heute wurde bekannt, dass der größten US-Sparkasse ein Verlust von 26 Milliarden Dollar bevorsteht. Logische Folge: Absturz der Aktie um rasante 30 Prozent…
Ausschlaggebend für das Finanzdesaster des Geldhauses ist wieder mal das Hypothekengeschäft. Nach wie vor belasten Washington Mutal zu hohe Kreditkosten und dies könnte nach Einschätzung der US-Investmentbank Lehman Brothers noch bis in die zweite Jahreshälfte 2009 so bleiben, ehe überhaupt für das Geldhaus an eine Rückkehr in die Gewinnzone zu denken sei. Auch die Höhe der aktuellen Finanzreserven seien momentan nicht ausreichend, sodass eine Erhöhung dieser unumgänglich ist.
Nach Spekulationen über weitere Zusammenbrüche von US-Hypothekenfinanzierern gab der Kurs von Washington Mutal an der New Yorker Börse um über 30 Prozent nach. Bereits 1,14 Milliarden Dollar an Verlust gab es für das Geldhaus im ersten Quartal zu schlucken. Etwa 30 Milliarden Dollar müssten für Kreditausfälle in den nächsten drei bis vier Jahren beiseite gelegt werden, so die Einschätzung von Lehman Brothers. UBS sprach bereits Anfang Juni von ca. 27 Milliarden Dollar.