Schiffsfonds sind überwiegend fremdkapitalfinanziert (mehr als 60 Prozent). Da ist es auch kein Wunder, dass sich jetzt die US-Hypotheken-Krise auch zu ihnen durchgeschlagen hat. Daraufhin hat die HSH Nordbank als größter Finanzier von Schiffshypotheken vorerst weitere neue Aktivitäten gestoppt. Hierdurch entstand auf dem 11. Hansa-Schiffsforum, der wichtigsten Veranstaltung bei den Schiffsfonds, eine gewisse Unsicherheit was den momentanen Markt angeht. Von der Kreditbuchschließung sind jedoch nicht die laufenden Aufträge in Höhe von 300 Mrd. Dollar (weltweit) betroffen.
Leichte Änderungen gibt es bei den Schiffskrediten hinsichtlich des Darlehenszinssatzes, der sich jedoch nur unwesentlich verteuert hat. Hinsichtlich der Betriebskosten der Schiffsfonds ist von 2005 auf 2006 eine Steigerung von 16 Prozent festzustellen. In der Kalkulation der Schiffsfonds wird in der Regel hier immer mit einem Anstieg von 2,5 bis drei Prozent pro Jahr gerechnet. Den entscheidenden Anteil daran hatten in letzten Jahren die höheren Preise für Schmierstoffe, die jetzt wohl durch steigende Lohnkosten abgelöst werden. Kein Wunder, es herrscht akuter Seeleutemangel und schon jetzt machen die Personalkosten mehr als 50 Prozent der Betriebskosten aus. Experten raten darauf zu achten, ob ein Reeder seine Betriebskosten im Griff hat. Diese sind im Managementvertrag festgehalten.