Archiv für die Kategorie „Renten“

Konjunkturangst - DAX im Absturz

Mittwoch, 6. Februar 2008

Die Sorgen um eine Rezession der US-Wirtschaft und erneut schlechte US-Konjunkturzahlen bekamen die wichtigsten Börsen sofort knallhart zu spüren. Egal ob Dow Jones, S&P-500-Index, Nasdaq oder DAX, überall stand ein dickes Minus als Vorzeichen. Zwischen gut zwei und bis zu vier Prozent betrugen die Verluste für einzelne Indizes. Sowohl die stärksten 30 amerikanischen Unternehmen als auch die 30 börsenmäßig größten deutschen Unternehmen beendeten den Handelstag negativ. Auch der Barrel Rohöl kannte kein Halten mehr und fiel auf 88,17 US-Dollar.

An den Börsen in England und Frankreich war ebenfalls kein guter Börsentag. Der FTSE-100 in London sank um 2,6 Prozent, der CAC-40 in Paris um satte vier Prozent. Stoxx 50 und Euro Stoxx 50 verloren drei bzw. 3,9 Prozent an Wert. Zum ersten Mal seit knapp fünf Jahren nahm der Wert der die Enwicklung der US-Dienstleistungsbranche beschreibt ab. Der ISM-Index fiel von 54,4 Prozent im Dezember auf 41,9 Prozent im vergangenen Monat. Ein Wert unter 50 Prozent ist gleichbedeutend mit einem Schrumpfen der US-Wirtschaft im wichtigsten Sektor, ein deutliches Anzeichen für eine wirtschaftliche Rezession. Die Börsen reagieren momentan äußerst empfindlich, mit einem Richtungswechsel durch die Senkung der US-Leitzinsen wird voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,84 (Montag: 3,87) Prozent. Der Rentenindex stieg um 0,07 Prozent auf 117,74 Punkte. Der Bund Future gewann 0,64 Prozent auf 117,31 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4688 (1,4829) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6808 (0,6744) Euro.

Vorsicht bei voreiligen Börsen-Investionen

Montag, 7. Januar 2008

Momentan ist Abwarten angesagt. - Zu dieser These kommen momentan die allermeisten Anlage-Experten wenn es um Neuinvestitionen an der Börse geht. Noch immer nicht sind die Folgen der US-Immobilienkrise endgültig für die US-Wirtschaft und die gesamte Weltwirtschaft absehbar. Eine hohe Liquiditätsquote von etwa 40 Prozent wird daher von vielen Investmentexperten empfohlen, um günstige Einstiegsgelegenheiten abzuwarten. Wann diese jedoch eintreten, steht momentan noch völlig in den Sternen. Es könnten bis dahin Wochen oder sogar Monate vergehen. Allgemein wird sogar jetzt noch ein Rückgang der Indizes um mindestens fünf Prozent erwartet, erst danach könnten sich wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten ergeben. 

Ähnlich sieht es auf dem Rentenmarkt aus. Bei einer Abschwächung der US-Amerikanischen und der Europäischen Wirtschaft und damit verbundenen Zinssenkungen würde es zu einer enormen Rallye bei langfristigen Anleihen kommen. Genau das Gegenteil wäre bei einem weiteren Fortdauern der gegenwärtigen Inflation der Fall, daraus resultierende Zinserhöhungen hätten Kursverluste für die am Markt befindlichen Rentenpapiere zur Folge. Um die Renditechancen für Anleihen zu erhöhen, raten viele Anlageexperten zum Kauf von Staatsanleihen mit maximal fünfjähriger Laufzeit oder zur Beimischung von Floatern, dies sind variabel verzinsliche Papiere sowie sogenannte Hybridanleihen. Aber auch Aktienanleihen, kurz laufende Unternehmensanleihen oder Genussscheine können Renditealternativen sein. Wer jedoch unbedingt weiter im Aktienbereich aufgestellt sein will, sollte sich laut Expertenmeinung verstärkt auf Discount- und Bonuszertifikate konzentrieren, da diese ein geringeres Riskio beinhalten als reine Aktienwerte.