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Banken bewahren DAX vor großem Minus

Dienstag, 27. November 2007

Trotz großer Nachfrage nach Finanztiteln hat es der DAX nicht ins Plus geschafft. Das konnte auch der Einstieg der Scheichs aus Abu Dhabi bei der Citigroup nicht bewirken. Am Ende des Handelstages stand immer noch ein Minus von 0,5 Prozent zu Buche.

Nach schwachem Start bei 7444 Punkten drehte der deutsche Leitindex noch durch den freundlichen Börsenstart auf den US-Märkten und kam auf 7531 als Schlussnotiz. Die Nebenwerte wie MDAX und TecDAX gingen sogar mit einem leichten Plus von 0,7 (9295 Zähler) bzw. 0,4 (905 Zähler)Prozentpunkten aus dem Handel. Angesichts dieser Erholung verloren festverzinsliche Papiere an Wert, unterstützt durch den unerwarteten Anstieg des IFO-Geschäftsklimaindex auf 104,2 Punkte, der zuvor sechsmal in Folge schwächer notiert hatte. Dies kam wiederum dem Euro zugute, der bis auf 1,4908 Dollar kletterte, bevor er wieder bis auf 1,4824 Dollar nachließ.

Verlierer des Tages waren MAN (103,29 Euro) durch eine Goldman Sachs-Abwertung von 158 auf 148 Euro für das Kursziel, die Energieversorger E.on und RWE, sowie auch die Autobauer Daimler (64,79 Euro) und VW (157 Euro). Für Letztere wirkt weiterhin der starke Euro als Belastung für den Exporthandel.

Gefragt waren hingegen Bankentitel, für die die erfolgte Finanzspritze bei Citigroup marktunterstützend wirkte. Commerzbank (24,25 Euro)  gewann 2,5 Prozent und Deutsche Bank (84,48 Euro) 1,5 Prozent. Hypo Real Estate notierte insgesamt unverändert bei 33,84 Euro. Die staatliche Förderbank KfW muß für die Rettung der IKB Mittelstandsbank noch stärker als erwartet aufkommen, deren Kurs fiel um 2,1 Prozent. Grund sind die stark verschlechterten Marktbedingungen, sodass eine Erhöhung der KfW-Risikovorsorge für die Risiken aus der IKB-Zweckgesellschaft Rhineland Funding von 2,3 auf 4,8 Mrd. Euro unumgänglich wurde.

Heidelberg Druck steht nun bei einem Kurs von 20,10 Euro (Minus 3,1 Prozent), Analysten von Goldman Sachs hatten die Aktie von „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft. Auch die Gewinnprognosen für die Jahre 2009 und 2010 wurden nach unten korrigiert. Die Papiere der Software AG verloren 2,4 Prozent auf 50,13 Euro, nachdem JP Morgan das Kursziel von 87 auf 74 Euro korrigiert hatte. Bei Conergy gab es einen zehnprozentigen Kurszuwachs auf 20,00 Euro, das Management hatte eigene Aktien gekauft, jedoch auch Ende Oktober die Jahresziele extrem nach unten korrigiert.