Nach all den Horrormeldungen der vergangenen Tage gab es heute zum ersten Mal wieder positive Meldungen. In den letzten Handelsstunden drehte die US-Börse sogar klar ins Plus. Doch nach wie vor bedeutet dies noch nicht das Ende der Finanzmarkt-Krise.
Der Dow-Jones-Index machte nach einer 600 Punkte-Berg- und Talfahrt 2,50 Prozent gut und stieg auf 12.270,50 Punkte, der S&P-500-Index kletterte um 2,14 Prozent auf 1338,51 Zähler und der Nasdaq-Index stieg um 1,05 Prozent auf 2316,41 Punkte. Ausschlaggebend dafür waren einerseits gute Nachrichten für die Anleiheversicherer, die möglicherweise auf Rettung hoffen dürfen. Ein Knock-Out für diese Spezialversicherer hätte an den Finanzmärkten mit Sicherheit weitere katastrophale Folgen. Andererseits gab es etliche neue Unternehmenszahlen, die Balsam auf die Wunden der in den letzten Tagen arg geschundenen Aktionäre sein könnten. Einzelne Finanztitel legten daraufhin mehr als zehn Prozent zu, auch Konsum- und Einzelhandelswerte gehörten mal wieder zu den Siegern.
Einige US-Einzelkurse kurz und knapp: Apple trotz Rekordquartal minus 10,7 Prozent auf 139,07 Dollar; Motorola nach sehr schwachen Zahlen um minus 18,8 Prozent auf 10,01 Dollar; Texas Instruments (Handychip-Hersteller) plus 4,6 Prozent auf 30,30 Dollar; Pfizer trotz Konkurrenz aus dem Billigsektor plus 2,8 Prozent auf 22,86 Dollar; General Motors nach Absatzsteigerung um fast fünf Prozent (im letzten Quartal) plus 8,8 Prozent auf 25,74 Dollar
Auf dem Rentenmarkt lösten sich die Gewinne vom Tag zuvor in Luft auf, die zehnjährigen US-Staatsanleihen ließen mehr als einen ganzen Punkt nach, die Rendite legte auf 3,541 Prozent zu. Der Euro stieg leicht auf 1,4629 Dollar nach 1,4620 Dollar am Dienstag.