Archiv für die Kategorie „Aktuelles“

Traumziel Sylt

Sonntag, 26. April 2009

Wirtschaftskrise? Auf Sylt gibt es nach wie vor keine Spur davon. Gefragt sind noch immer Luxusimmobilien der Premium-Klasse in den Dünen und am Wattenmeer. Die Gründe liegen dafür ziemlich einfach auf der Hand: Sylt ist ein Eiland mit sehr begrenztem Raumangebot. Dazu kommt noch, dass das Angebot in den angesagtesten Toplagen sinkt und somit weiterhin die Preise für Grundstücke bzw. neue Häuser explodieren.

Sylt scheint bezüglich der auf dem Markt erzielbaren Preise ein Fass ohne Boden zu sein. Mekka für die Luxusimmobilien ist nach wie vor der Nobelort Kampen, jedoch profitieren auch die vermeintlich “schlechteren” Lagen von der sehr regen und räumlichen eingeengten Nachfrage. In Hörnum an der Südküste werden bis zu 800 Euro je Quadratmeter bezahlt, in den Randlagen am Watt von Kampen bis zu 3500 Euro.

Für Sylt wird auch in der Zukunft ein stabiles Marktszenario vorhergesagt, die Vergangenheit zeigte bisher selbst in Krisenzeiten eine stabile bis sogar positive Preisentwicklung. Symptome für eine rückläufige Marktentwicklung in den eher mittleren Lagen auf der Insel gibt es bislang überhaupt noch nicht.

Vorallem frei stehende Eingenheime mit Luxusausstattung in den Dünen oder direkt am Wattenmeer sind besonders in Kampen, Braderup, Keitum und sogar in List an der Nordküste gesucht.

Trotz seines großen Baulandmangels herrscht auf Sylt ständig rege Bautätigkeit. Besonders der Abriss älterer Häuser und somit die Möglichkeit der Neubebauung tragen zu diesem Sachverhalt bei. Seit 1990 wurden jährlich rund 160 Wohnungen neu erstellt, seit 2002 sogar etwa 220 Einheiten pro Jahr. Diese Wohnungen werden häufig an Auswärtige verkauft, bereits jetzt gibt es auf der Insel 16.000 Zweitwohnsitze, Tendenz weiterhin steigend.

Ein Problem mit der zunehmenden Überfremdung wie in Urlaubsdomizilen der Luxusklasse, zum Beispiel in St.Tropez, St. Moritz oder auf Mallorca  gibt es auf Sylt gar nicht. Sylt ist fast ausschliesslich von Inländern gefragt.

In den Jahren 1997 bis 2001 wurden Immobilien in einem Gegenwert von 250 Mio. Euro umgesetzt, in 2007 waren es bereits Objekte in einem Gesamtwert von 613 Mio. Euro. Selbst der Bau neuer Hotels ist auf Sylt immer noch lohnend, im Jahre 2007 wurden acht neue Häuser mit rund 700 Betten eröffnet.

Übrigens, Sylt gilt immer noch im Vergleich zu Orten wie Kitzbühel und Mallorca als immobilienpreistechnisch unterbewertet. Die hohen Investitionen in Hotelanlagen bzw. die sehr gute Verkehrsinfrastruktur per Flugzeug und Bahn wird auch in Zukunft die Nachfrage nach Wohnraum auf Sylt weiter steigen lassen.

Fremdwährungen als Anlagechance

Donnerstag, 23. April 2009

Was bislang nur von professionellen Händlern gehandelt wurde, könnte sich zunehmend auch für Privatanleger lohnen, die Spekulation mit Fremdwährungen. Angesichts der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise werten immer mehr Staaten ihren eigenen Währungen ab und somit kommt es auf den Devisenmärkten zu großen Handelsaufkommen. Mit Mut und Geschick sind somit Gewinne bis zu 30 Prozent möglich.

Aufgrund einer mittlerweile großen Vielzahl verschiedener Devisenfonds können Privatanleger die Chance nutzen, einen renditesteigernden Teil in ihr bereits bestehendes Wertpapierdepot beizumischen.

Hamburg gibt sich selbstbewusst

Dienstag, 17. März 2009

In der Hansestadt glaubt man auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise an sich. Rund 39 Prozent sind laut einer Umfrage gegenwärtig mit ihrer finanziellen Situation zufrieden. Bei der Bewältigung der momentanen Krise glaubt sogar fast die Hälfte der befragten Personen, dass ihre Stadt insgesamt besser reagieren werde, als etliche andere Wirtschaftsregionen in Deutschland. Die Hamburger Sparkasse beauftragte in einer Umfrage dazu das Forschungsinstitut Mindline und nur jeder zehnte Hamburger beurteilt die große Metropolregion an der Elbe schlechter als andere Regionen. Insgesamt wurden 800 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

Auch in Bezug auf ihre persönliche Situation scheinen die Hamburger insgesamt mit sich zufrieden zu sein. Als gut bis sehr gut schätzten 39 Prozent der Befragten ihre finanzielle Situation ein. Dies ist zwar im Vergleich zum Sommer letzten Jahres ein Rückgang um zehn Prozent, jedoch befindet man sich damit immer noch in der Situation der Jahre 2005 bis 2007, als die Wirtschaft mächtig boomte. 44 Prozent der Befragten bezeichnen ihre finanzielle Lage weder als gut noch als schlecht. Ihre Lage als schlecht bis sehr schlecht schätzen 16 Prozent der Hamburger ein, 2008 waren es gerade mal halb so viele. Allerdings, 2006 bzw. 2007 gab es sogar mehr finanziell unzufriedene Hamburger als momentan.

Und wie sieht es in Zukunft aus?

Nur noch 24 Prozent der Befragten erwarten in den kommenden zwei Jahren eine entscheidende Verbesserung ihrer fianziellen Verhältnisse. Etwa 22 Prozent rechnen sogar mit einer Verschlechterung. Eine gleichbleibende Entwicklung erwarten 51 Prozent. das liegt maßgeblich auch an den gegenwärtigen Stimmungsindikatoren, die besonders in Krisenzeiten eine besonders wichtige Rolle spielen. Jochen Intelmann, Chefvolkswirt der Haspa, sieht sogar die Möglichkeit, dass sich in naher Zukunft Erwartungen und tatsächliche Entwicklungen gegenseitig positiv beeinflussen und zieht insgesamt somit sogar ein leicht positives Fazit. Trotz massiver Einbrüche bei Export und Industrieproduktion gebe es beim privaten Konsum eine gewisse Stabilisierung, gestützt von rückläufigen Teuerungsraten sowie Steuererleichterungen.

Genau im Jahr 2003 gab es die absolut gleichen Werte wie in der jetzigen Umfrage, so die Meinungsforscher von Mindline. Der DAX war um insgesamt 5500 Punkte abgestürzt, doch in Erwartung eines Aufschwungs setzte dann die Trendwende ein, die vier Boomjahre lang anhalten sollte. Für Misstrauen sogar jedoch die auf den Weg gebrachten Konjunkturpakete, fast 75 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage machen sich Sorgen um die Staatsverschuldung und 64 Prozent befürchten einen starken Anstieg der Inflationsrate bis sogar hin zu einer neuen Währungsreform. Wie unschlüssig sich die Menschen derzeit über die Zukunftsaussichten sind, zeigt auch, dass sich fast ebenfalls 64 Prozent vorstellen können, dass sich die Wirtschaftslage weiter verschlechtern könnte. Jedoch nur jeder Dritte in Hamburg befürchtet, dass davon auch sein eigener Arbeitsplatz betroffen sein könnte.

Haspa auf Wachstumskurs

Mittwoch, 25. Februar 2009

Auch unter schwierigsten Voraussetzungen wächst Deutschlands größte Sparkasse, kurz “Haspa”, weiter. Die Anzahl der Girokonten stieg im vergangenen Jahr um über 80.000 auf knapp 1,13 Millionen. Auch die Kundengelder stiegen um 2,7 Mrd. Euro oder um 12 Prozent. Im Gegenzug wurde die Höhe der Kreditbewilligungen von 5 Mrd. auf mehr als 6 Mrd. Euro ausgedehnt.

Lobend erwähnte Vorstandssprecher Dr. Harald Vogelsang die Renaissance des guten alten Bankgeschäfts mit dem Sammeln von Kundeneinlagen bzw. der Kreditvergabe, alles direkt vor Ort.  Gut 100 neue  Mitarbeiter wurden zum weiteren Ausbau des momentanen Wachstumskurses bereits eingestellt, über 60 Prozent hiervon für die unmittelbare Kundenberatung.

Die Konjunktur als Aktienbarometer

Dienstag, 17. Februar 2009

Der Deutsche Aktienindex kommt weiterhin nicht aus seiner Talsohle heraus. Auch der Beginn der neuen Börsenwoche zeigte mit unter 4400 Punkten weiterhin  keine Tendenz nach oben. So wird die starke Volatilität der Märkte, wie von vielen Experten schon seit Längerem prophezeit, noch einige Monate anhalten. Ein großes Wunder ist dies jedoch nicht, da immer wieder neue schlechte Konjunkturzahlen die Märkte im Pessimismus verharren lassen und sich somit keine Basis zur Erholung ausbilden kann. Solch eine Basis wäre dann auch der erste Keim für eine Entwicklung in wieder positive Kursregionen, doch davon ist man momentan einfach meilenweit entfernt.

Jedoch nicht nur die schlechten Konjunkturzahlen ziehen die Handelsmärkte immer wieder nach unten, auch Einzelwerte wie die Hypo Real Estate sorgen dafür. Am heutigen Tag notierte ihre Aktie bei nicht mal einem Euro. Weshalb überhaupt schützt der Staat solch ein Unternehmen wie dieses vor dem Bankrott durch staatliche Garantien?

Die Hypo Real Estate ist zu einem nicht unerheblichen Anteil an der Deutschen Pfandbriefbank (DEPFA) beteiligt. Diese wiederum generiert ihr Kapital aus den Geldern von öffentlichen Fonds, Versicherungen und privaten Anlegern. Sie kommt immer dann ins Spiel, wenn es darum geht, Autobahnen, Krankenhäuser oder Schulen zu bauen. Für den Bau von beispielsweise Schulen geben die Kommunen Grundstückssicherheiten und bekommen dafür im Gegenzug die für den Bau erforderlichen Geldmittel von der DEPFA. Würde die Hypo Real Estate pleite gehen, käme es zu einem völlig undurchsichtigen Chaos bei den kapitalgebenden Fonds, Versicherern und privaten Geldanlegern, die ja durch das zur Verfügung stellen ihrer finanziellen Mittel von der DEPFA immer Pfandbriefe als Gegenwerte bekommen.

Auch die erlahmende Wirtschaft von Konjunkurtreiberländern wie Japan oder Deutschland drückt auf die Aktienmärkte. Alleine Japan hat derzeit einen Rückgang der Wirtschaftsleistung  von 3,3  Prozent nur im Zeitraum Oktober bis Dezember zu vermelden, weshalb der DAX heute ein Tagestief von 4359 Punkten zu verkraften hatte. Auf 5228 Punkte ermäßigte sich der MDAX, der TecDAX gewann hingegen 0,7 Prozentpunkte auf 491 Punkte, allerdings nur durch die heute starken Solarwerte.

Hopp(la)

Montag, 9. Februar 2009

Wer kannte schon vor einigen Jahren den derzeitigen Tabellenführer der Fussball-Bundesliga TSG 1899 Hoffenheim? Wohl kaum jemand…

Ohne SAP-Gründer Dietmar Hopp hätte es dieser Verein mit Sicherheit lange nicht in so kurzer Zeit so weit gebracht. Doch auch Milliardär Hopp hat durch die allgegenwärtige Finanzkrise viel Geld verloren und damit reiht er sich nahtlos in die Riege der Superreichen wie etwa Roman Abramowitsch ein, die natürlich auch keine Wundermittel haben, um sich komplett vom weltwirtschaftlichen Geschehen abzukoppeln bzw. die Gesetze des Finanz- und Geldkreislaufs außer Kraft zu setzen.

Auf etwa zwei Milliarden Euro beziffert Dietmar Hopp derzeit seine aktuellen Verluste, die durch den 40-prozentigen Wertverlust der SAP-Aktie entstanden sind. Doch behält er in diesen schwierigen Zeiten dennoch einen kühlen Kopf, da er partout nicht daran denkt, die Verluste mit dem Verkauf seiner zehnprozentigen SAP-Anteile zu realisieren. Überhaupt gibt es momentan sowieso nur die Möglichkeit, auf bessere Zeiten zu warten um somit verlorene Kapital-Werte wieder wettzumachen. Dies gilt ebenso für den “normalen” Kleinanleger, denn emotionale Handlungsweisen haben in der Vergangenheit an der Börse selten große Renditen gebracht.

Augen auf beim Goldeinkauf

Freitag, 6. Februar 2009

Wenn in der Krise gar nichts mehr Bestand hat, gibt es nur  noch eine Möglichkeit sein Geld anzulegen, in Gold. Gerade erzielte der Goldpreis für die letzten drei Monate einen neuen Höchststand. Für die Feinzunze (31,1 Gramm) wurden 724 Euro notiert, so viel wie noch nie in der Geschichte des Goldes. Allerdings gilt es auch beim Investment in Gold bestimmte Regeln zu beachten.

Gold ist die Gegenwährung zum US-Dollar, seit dieser im Wert zuletzt immer weiter fiel, erlebte Gold eine ungeahnte Renaissance. Förderlich für den Goldkurs ist natürlich auch die momentane weltweite Finanzkrise, da Anleger fast allen bisherigen Investment-Praktiken misstrauen und verstärkt Zuflucht in wahren Werten wie Gold suchen.

Im März vergangenen Jahres feierte der Goldkurs seinen absoluten Höchststand bei 1033 US-Dollar, Experten prognostizieren die Pulverisierung dieser Marke wohl schon in den nächsten Monaten. Getreu dem Motto “Gold-Adel verpflichtet”  sagt die österreichische Erste Bank sogar einen Goldkurs von 1600 US-Dollar vorraus. Doch was ist dem risikobewussten Geldanleger gegenwärtig zu raten, etwa wirklich alles Vermögen in Gold investieren?

Professionelle Vermögensverwalter empfehlen ihren Kunden Gold als Portfolio-Beimischung zu einem Anteil von fünf bis zehn Prozent. Dieser Anteil sollte auch währungsgesicherte Goldzertifikate beinhalten. Diese sind dennoch leicht handelbar, da sie mit physischem Gold hinterlegt sind. Doch Vorsicht, Zertifikate birgen immer das Risiko eines Totalverlustes, da sie von der finanziellen Situation der emittierenden Bank abhängig sind. Wer vor etwa zwei Jahren Zertifikate der US-Bank Lehman Brothers kaufte, weiß nur ein Lied davon zu singen… Auch der neuen Abgeltungssteuer unterliegen diese Goldzertifikate. Daher gibt es eine Vielzahl von Anlegern, die auf das reine handfeste Gold in Stücken oder Barrenform schwört und dies dann im Banksafe sicher verwahrt.

Größter Abnehmer von Gold ist nach wie vor die Schmuckindustrie, deren Nachfrage ging jedoch mit der laufenden Gold-Verteuerung schon im letzten Jahr um satte neun Prozent zurück. Besonders stark auf den Goldpreis reagiert die Schmuckindustrie vorallem in Schwellenländern wie Brasilien. Zum Vergleich, die Schmuckindustrie fragt jährlich weltweit etwa 2000 Tonnen Gold nach, die Zahnindustrie gerade mal 50 Tonnen. Die Goldanleger fragen allerdings immer mehr des kostbaren Rohstoffes nach, für dieses Jahr wird laut Morgan Stanley für die Goldnachfrage bei den speziellen Gold-ETF’s mit 450 Tonnen gerechnet. Soviel Gold lagert gegenwärtig in russischen Tresoren.

Deutschland übrigens verfügt über 3413 Tonnen Gold und ist nach den USA (8134 Tonnen) weltweit der größte Einzelbesitzer physischen Goldes mit einem Marktwert von umgerechnet 78 Mrd. Euro. Um Teile dieses Goldes in extremen Ausnahmesituationen schnell und effektiv zu Geld machen zu können, werden deutsche Goldreserven sogar in London, Paris oder New York gelagert. Gold stellt ein wichtiges Element der Währungsreserve dar, stabilisiert somit auch den Euro und hat obendrein die wichtige Funktion des psychologischen Vertrauensankers in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Gold ist jedoch nicht unbedingt ein sicherer Schutz gegen Inflation, dies belegen US-Zahlen der neunziger Jahre, als die Verbraucherpreise damals um 34 Prozent stiegen, der Goldpreis jedoch gleichzeitig um 28 Prozent fiel.

Die Kreditkarten-Hasser

Sonntag, 25. Januar 2009

Mal eben den Einkauf mit der Kreditkarte bezahlen? Dies hat in Deutschland noch immer  Seltenheitswert. Der deutsche Durschnitts-Kreditkartennutzer kommt auf satte 103 Euro pro Kartenzahlvorgang, dies ist fast doppelt so viel wie im europäischen Ausland, ganz zu schweigen von den USA, wo ja jeder kleinste Burger mit der Kreditkarte bezahlt werden kann.

Deswegen ist es auch wenig verwunderlich, dass auf Schreckensmeldungen über geklaute Kreditkarten besonders deutsche Kreditkartennutzer sehr stark reagieren und ihre Karte eher selten zur Bezahlung vonWaren bzw. Dienstleistungen einsetzen. Spätestens in diesem Herbst soll es dann bei VISA-Card völlig neue Karten mit eingebautem Chip statt Magnetstreifen geben, sie werden dann unter dem Namen VPAY-Karten in den Markt eingeführt und sollen somit erheblichst besser vor Missbrauch schützen. Auch über eine Bargeldrückgabe durch den Einzelhandel beim Einsatz dieser Karte als Zahlungsmittel wird zur Zeit verhandelt.