Die eigene Immobilie - wieder voll “Up to Date!”

Lange Jahre dümpelte der Immobilienmarkt so vor sich hin. Außer im Hochpreis- oder Luxussegment in Großstädten oder an Orten mit Sonderstatus wie Sylt gab es kaum nennenswerte Bewegung. Doch nun erleben Immobilien durch die Finanzkrise und die damit verbundene Inflationsangst eine ungeahnte Renaissance. Dabei stehen nicht nur die selbstgenutzten Objekte sondern auch sogannte Zinshäuser wieder hoch im Kurs. Einige wichtige Merkmale sollten beim Finden der richtigen Immobilie jedoch besonders beachtet werden.

In verschiedenen Regionen finden Häuser aus den verschiedensten Baumaterialen Zuspruch. Wer nicht gerade in dem Zielgebiet, in dem er invstieren will, wohnt, sollte sich doch etliche Wochen wenn nicht gar Monate mit einer genauen Analyse seines Investitionsortes und der dazugehörigen Umgebung beschäftigen. Ein Haus im oberbayrischen Stil mit Holzbalkon findet im norddeutschen Tiefland mit Sicherheit weniger Käufer-Anklang als ein für Norddeutschland eher regiontypisches Rotklinkergebäude.

Auch die wirtschaftliche Struktur, eine eventuell am Zielort vorhandene Landflluchtbewegung und der aktuelle Grad von Gebäude-Leerständen spielen für den Investitionsstandort eine ebensowichtige Rolle. Daher ist es äußerst wichtig zu wissen, ob der jeweilis geforderte Kaufpreis für eine bestimmte Immobilie überhaupt gerechtfertigt ist. Die bisherige Faustformel 100/Kaufpreis in Jahresmieten = Jahresrendite ist heutzutage zur Preisermittlung nicht mehr ausreichend. Bei einer Summe von 20 Jahresmieten würde man so eine Bruttoanfangsrendite von fünf Prozent pro Jahr erhalten. Hinzukommen dann noch “weiche” Faktoren wie Lage, Baualtersklasse, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, der Zustand der Bausubstanz, die Energieeffizienz, mögliche Sanierungsarbeiten, die bisherige Nutzung generell und die bisherige Fluktuation. Bezüglich dessen erscheinen vier oder fünf Prozent als Jahresrendite nicht gerade viel.

Städte und ländliche Regionen haben generell ein völlig unterschiedliches Mietniveau. München liegt beim Quadratmeter Wohnfläche mit im Durchschnitt 9,70 Euro 90 Prozent über dem Niveau für Gesamtdeutschland. Zum Vergleich, Köln und Düsseldorf 7,50 Euro, Berlin nur 5,90 Euro. Daher spielt die Frage nach dem zukünftigen Entwicklungspotenzial eines Immobilienstandorts eine sehr gewichtige Rolle. Wie wichtig die Bevölkerungsentwicklung für das Potenzial der Wertsteigerung ist, erkennt man nur daran, ob generell an einem Standort Bedarf an Wohnungsneubauten besteht. Befindet man sich dann noch in einer wirtschaftlich erfolgreichen Region, kann auch ohne Bevölkerungswachstum das Mietpreisniveau steigen, da in diesem Fall ein noch höherer Anspruch an noch größere Flächen pro Einwohner besteht.

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1 Kommentar zu „Die eigene Immobilie - wieder voll “Up to Date!”“

  1. [...] Wohnen in den eigenen vier Wänden ist wieder stark gefragt. Mehr dazu unter finanzen-pur.de [...]

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