Archiv für Mai 2009

DAX: 34 Prozent in zwei Monaten

Mittwoch, 13. Mai 2009

Auch heute Mittag liegt der DAX bei knapp 4.900 Punkten. Ganze 34 Prozent Kurszuwachs verzeichnete er nun schon seit Jahresbeginn und wer jetzt noch an der momentanen Kursrallye teilnehmen möchte, ist schon fast wieder zu spät dran.

Insgeheim gibt es momentan schon wieder etliche Marktteilnehmer, die darauf spekulieren, dass die gegenwärtige Finanzkrise schon viel früher passé sein könnte als allgemein angenommen. Belegt wird dies zum einen durch den amerikanischen Verbaucherindex, der leicht angestiegen ist, zum anderen aber auch durch die Indizes der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die das Einkaufsverhalten der deutschen Bundesbürger in der Zukunft analysiert und die erstmalig auch nicht weiter gesunken sind. Besonders institutionelle Geldanleger erhöhen momentan wird stark ihren Aktienanteil.

Aktienfanatiker sollten die jetzige Phase der Dividendenpapier-Weigerung durch die große Mehrheit der Anleger verstärkt nutzen. Allerdings lohnt sich auf jeden Fall auch ein Blick in die Vergangenheit. Denn auch 2002 legte der DAX erst um satte 40 Prozent zu, ehe er im Jahr darauf seine Talfahrt bei nur noch 2.300 Punkten stoppte. Ein absolut typisches Kennzeichen für eine Bärenmarktrallye.

Die eigene Immobilie - wieder voll “Up to Date!”

Mittwoch, 6. Mai 2009

Lange Jahre dümpelte der Immobilienmarkt so vor sich hin. Außer im Hochpreis- oder Luxussegment in Großstädten oder an Orten mit Sonderstatus wie Sylt gab es kaum nennenswerte Bewegung. Doch nun erleben Immobilien durch die Finanzkrise und die damit verbundene Inflationsangst eine ungeahnte Renaissance. Dabei stehen nicht nur die selbstgenutzten Objekte sondern auch sogannte Zinshäuser wieder hoch im Kurs. Einige wichtige Merkmale sollten beim Finden der richtigen Immobilie jedoch besonders beachtet werden.

In verschiedenen Regionen finden Häuser aus den verschiedensten Baumaterialen Zuspruch. Wer nicht gerade in dem Zielgebiet, in dem er invstieren will, wohnt, sollte sich doch etliche Wochen wenn nicht gar Monate mit einer genauen Analyse seines Investitionsortes und der dazugehörigen Umgebung beschäftigen. Ein Haus im oberbayrischen Stil mit Holzbalkon findet im norddeutschen Tiefland mit Sicherheit weniger Käufer-Anklang als ein für Norddeutschland eher regiontypisches Rotklinkergebäude.

Auch die wirtschaftliche Struktur, eine eventuell am Zielort vorhandene Landflluchtbewegung und der aktuelle Grad von Gebäude-Leerständen spielen für den Investitionsstandort eine ebensowichtige Rolle. Daher ist es äußerst wichtig zu wissen, ob der jeweilis geforderte Kaufpreis für eine bestimmte Immobilie überhaupt gerechtfertigt ist. Die bisherige Faustformel 100/Kaufpreis in Jahresmieten = Jahresrendite ist heutzutage zur Preisermittlung nicht mehr ausreichend. Bei einer Summe von 20 Jahresmieten würde man so eine Bruttoanfangsrendite von fünf Prozent pro Jahr erhalten. Hinzukommen dann noch “weiche” Faktoren wie Lage, Baualtersklasse, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, der Zustand der Bausubstanz, die Energieeffizienz, mögliche Sanierungsarbeiten, die bisherige Nutzung generell und die bisherige Fluktuation. Bezüglich dessen erscheinen vier oder fünf Prozent als Jahresrendite nicht gerade viel.

Städte und ländliche Regionen haben generell ein völlig unterschiedliches Mietniveau. München liegt beim Quadratmeter Wohnfläche mit im Durchschnitt 9,70 Euro 90 Prozent über dem Niveau für Gesamtdeutschland. Zum Vergleich, Köln und Düsseldorf 7,50 Euro, Berlin nur 5,90 Euro. Daher spielt die Frage nach dem zukünftigen Entwicklungspotenzial eines Immobilienstandorts eine sehr gewichtige Rolle. Wie wichtig die Bevölkerungsentwicklung für das Potenzial der Wertsteigerung ist, erkennt man nur daran, ob generell an einem Standort Bedarf an Wohnungsneubauten besteht. Befindet man sich dann noch in einer wirtschaftlich erfolgreichen Region, kann auch ohne Bevölkerungswachstum das Mietpreisniveau steigen, da in diesem Fall ein noch höherer Anspruch an noch größere Flächen pro Einwohner besteht.