Konjunkturangst - DAX im Absturz

Die Sorgen um eine Rezession der US-Wirtschaft und erneut schlechte US-Konjunkturzahlen bekamen die wichtigsten Börsen sofort knallhart zu spüren. Egal ob Dow Jones, S&P-500-Index, Nasdaq oder DAX, überall stand ein dickes Minus als Vorzeichen. Zwischen gut zwei und bis zu vier Prozent betrugen die Verluste für einzelne Indizes. Sowohl die stärksten 30 amerikanischen Unternehmen als auch die 30 börsenmäßig größten deutschen Unternehmen beendeten den Handelstag negativ. Auch der Barrel Rohöl kannte kein Halten mehr und fiel auf 88,17 US-Dollar.

An den Börsen in England und Frankreich war ebenfalls kein guter Börsentag. Der FTSE-100 in London sank um 2,6 Prozent, der CAC-40 in Paris um satte vier Prozent. Stoxx 50 und Euro Stoxx 50 verloren drei bzw. 3,9 Prozent an Wert. Zum ersten Mal seit knapp fünf Jahren nahm der Wert der die Enwicklung der US-Dienstleistungsbranche beschreibt ab. Der ISM-Index fiel von 54,4 Prozent im Dezember auf 41,9 Prozent im vergangenen Monat. Ein Wert unter 50 Prozent ist gleichbedeutend mit einem Schrumpfen der US-Wirtschaft im wichtigsten Sektor, ein deutliches Anzeichen für eine wirtschaftliche Rezession. Die Börsen reagieren momentan äußerst empfindlich, mit einem Richtungswechsel durch die Senkung der US-Leitzinsen wird voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,84 (Montag: 3,87) Prozent. Der Rentenindex stieg um 0,07 Prozent auf 117,74 Punkte. Der Bund Future gewann 0,64 Prozent auf 117,31 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4688 (1,4829) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6808 (0,6744) Euro.

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